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Chemnitz

Bei ihm fährt der Sandmann mit

Nostalgie Marcel Büttner war mit seinem Trabi beim Chemitzer Ifa-Treffen

Zum dritten Mal versammelten sich Liebhaber alter Ost-Fahrzeuge am Sonntag zum Trabant- und Ifa-Treffen in Chemnitz. Dass DDR-Autos Kult sind und auch junge Anhänger in ihren Bann ziehen, bewies zum Beispiel Marcel Büttner. Der 35-Jährige aus Johanngeorgenstadt reiste mit einem Trabi aus dem Jahr 1987 an.

Er war ein absoluter Hingucker, denn er hat einen prominenten Beifahrer - den Sandmann. "Der fährt seit Dezember bei mir mit und egal wo ich bin, die Leute gucken alle immer wie verrückt", erzählt Büttner. Vor drei Jahren habe er sich den Trabant gekauft, übers Internet hat er ihn in Bayreuth gefunden. "Ich habe den Trabi quasi vom Westen in den Osten zurückgeholt", sagt der junge Mann und lacht.

Kleiner Zwischenfall mit der Feuerwehr

Für Aufsehen sorgten aber nicht nur Marcel Büttner und der Sandmann, sondern auch die Feuerwehr. Eine 42 Jahre alte W 50 musste einen Robur aus dem Graben neben der Eubaer Straße ziehen. Der Fahrer und Bastler des Oelsnitzer Robur hatte zuvor die Böschung neben der Fahrbahn etwas unterschätzt und war mit dem kultigen DDR-Lkw einseitig abgerutscht - ohne bleibende Schäden.

Es war allerdings kein Problem, einen kräftigen Retter auszumachen. Familie Fleischer mit ihrem W 50 aus der Nähe von Zwickau absolvierte diese Herausforderung meisterlich. Rückwärtsgang rein, ein paar kräftige Motorbrummer aus der 125-PS-Maschine, und schon stand der Robur wieder gerade auf der Fahrbahn. Die Rettungsaktion des Robur durch den W 50 war das spannende Finale des dritten Trabant und IFA-Treffens an der Eubaer Straße.

Simson-Mopeds, Trabant als Armee-Cabrio oder mit Schiebedach sowie Lada, Wartburg und zahlreiche Lkw fanden den Weg nach Chemnitz. Während der Veranstaltung wurde viel gefachsimpelt, Teile wurden getauscht und über große Abenteuer in Pappe geschwärmt.



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