Beinahe schon Unikate

Kunst Neue Sächsische Kunsthütte stellte ihre Jahresgaben 2014 vor

Seinen 24. Geburtstag feierte gestern Abend der Verein Neue Sächsische Kunsthütte in seinen Räumlichkeiten der Neuen Sächsischen Galerie (NSG) im Tietz mit dem Kunsthüttenfest. Traditionell wurden hier auch die Jahresgaben präsentiert - Kunstwerke überwiegend regionaler Künstler in kleineren Auflagen, die Mitglieder über den Verein günstig erwerben können. "Diese Tradition gibt es schon, seitdem sich der Verein 1990 neu gegründet hat", weiß Mathias Lindner, Direktor der Neuen Sächsischen Galerie. Gemeinsam mit Vereinsvorstand und Mitgliedern wählt er die Künstler aus, die mit Jahresgaben beauftragt werden. In diesem Jahr hat man sich erstmals auch für Fotografien entschieden: "Mit Uwe Backhaus haben wir hier einen Chemnitzer Künstler ausgewählt." Das Motiv "Zeitkehre", kaum als Fotografie erkennbar, zeigt metallische Teile eines alten Friedhofs. Darüber hinaus gibt es beispielsweise eine Radierung von Tina Wohlfahrth oder einen Holzschnitt von Gudrun Höritzsch als Jahresgaben. Bemerkenswert ist auch die Collage aus der Folge "Lexicon" von Frank Voigt: "Die Auflagen unserer Jahresgaben sind so klein, dass die Künstler oft in den Druckprozess eingreifen können. So entstehen fast Unikate", erklärt Lindner.

Der Verein kann zu seinem 24. Geburtstag auf die bisher erfolgreichste Ausstellung zurückblicken, seitdem die NSG im Tietz zuhause ist. Um die 7.000 Zuschauer wollten die Bilder aus der Wismut-Sammlung sehen. Die kann man nur noch bis zum morgigen Sonntag betrachten, bevor die Sonderschau abgebaut und die Galerie für den Umbau für eine Woche geschlossen wird.