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Benecke: "Indische Tanzfilme auf Halloweenstyle"

Vortrag Forensiker Dr. Mark Benecke zu Gast in Chemnitz

Alle Jahre wieder kam der wohl bekannteste Kriminalbiologe der Welt, Dr. Mark Benecke, zu einem Vortrag nach Chemnitz. Nachdem er vor Kurzem in Aue zu Gast war, besuchte er zum wiederholten Male die Mensa der TU Chemnitz. Die Tickets Tickets für das Ereignis waren schon Wochen vorher ausverkauft. Das diesjährige Thema lautete "Mord im Museum", doch verbarg sich dahinter etwas anderes, als angenommen.

Der Alltag ist voller Spuren

Eine Einführung in seine Arbeit gab Benecke, indem er seine Reise nach Chemnitz mit Fotos dokumentiert hatte und ungewöhnliche Dinge aufzeigte, wie zum Beispiel, dass es Schokoglühwein, einen plakatierten Nischl, eine Gute-Geistertram, einen Technopark und Slips für jeden Anlass gab. Er lehrte die Besucher - die aus Polizeibeamten, Pflegekräften, Bestattern und jedem, der sich für Leichen interessierte, bestanden - das Denken und Glauben aufzugeben. Vielmehr geht Benecke in seiner Arbeit so vor, dass er Momentaufnahmen betrachtet, beispielsweise einen Tatort, und sich nicht auf seine Erfahrung verlässt, sondern durch Experimentieren, Prüfen und durch Ausschlussverfahren Situationen zu rekonstruieren versucht.

Nichts für schwache Nerven

Hauptteil des Vortrags war das Untersuchen von Gemälden in einem Museum, auf denen christliche Situationen, wie die Kreuzigung Jesus, realistisch dargestellt waren. Eines davon zeigte eine tote Person, die inmitten einer bunten Zeremonie lag. "Das ist ein bisschen wie indische Tanzfilme auf Halloweenstyle", so Benecke. Interessante Einblicke in seine Arbeit gewährte er den Neugierigen. An manchen Stellen zeigte er Fotos von echten Leichen, die nichts für schwache Nerven waren. Für Fotos und Unterschriften mit den Fans nahm er sich Zeit und appellierte für den Tierschutz und gegen Gewalt. Dr. Mark Benecke versprach zu Pfingsten wieder nach Leipzig und spätestens nächsten Herbst wieder nach Chemnitz zu kommen.



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