Besonderes Kulturhauptstadt-Projekt in Chemnitz: Blick auf eine ganz eigene Welt

164 Porträts von Chemnitzer Garagennutzern ausgestellt als Teil der Kulturhauptstadt

Chemnitz

Über ein Jahr hinweg hat die Fotografin Maria Sturm Garagenhöfe in Chemnitz erkundet - Orte, die mehr sind als nur Abstellplätze für Autos. Mit ihrer analogen Mittelformatkamera hat sie Menschen porträtiert, die sie bei ihren Besuchen kennengelernt hat. Bis zum 26. April werden die so entstandenen 164 Porträts von Chemnitzer Garagennutzer in einer dezentralen Ausstellung in 50 Geschäften in Chemnitz gezeigt. Die Ausstellungsorte sind auf der digitalen Karte www.karte.chemnitz2025.de verzeichnet und auch auf den Ausstellungsflyern, die in allen teilnehmenden Geschäften ausliegen.

Garagen als lebendige Archive

Die Ausstellung "Mitgliederversammlung" mit den Arbeiten der Fotografin Maria Sturm ist eines der zentralen Projekte im Chemnitz 2025 Hauptprojekt #3000Garagen. Das Projekt präsentiert die rund 30.000 Chemnitzer Garagen, die größtenteils zu DDR-Zeiten kollektiv und in Eigenleistung gebaut wurden, als lebendige Archive, Kreativräume und Orte der Begegnung. In verschiedenen künstlerischen Projekten im Laufe des Kulturhauptstadtjahres werden die individuellen Geschichten der Garagennutze vor dem Hintergrund der Chemnitzer Stadtgeschichte kreativ verwandelt. Feste, Workshops und Kunstaktionen sollen die Garagenhöfe als soziokulturelle Gemeinschaftsorte aktivieren. Aktuell läuft auch, bis Ende 2025, die Ausstellung "Ersatzteillager" von Martin Maleschka mit Fundstücken aus Chemnitzer Garagen im Museum für Sächsische Fahrzeuge.

Fotografin stammt aus Rumänien

Die aus Rumänien stammende Fotografin Maria Sturm porträtiert mit besonderer Sensibilität für die Risse und Lücken in den sorgfältig ausgewählten Ausschnitten der Wirklichkeit die Menschen in ihrem soziokulturellen Umfeld. 

 

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