Besser klettern mit einem virtuellen Mentor

Forschung Team arbeitet an kameragestützter Optimierung von Bewegungsabläufen

Dass Bouldern - ein Klettersport in Absprunghöhe - neben der sportlichen auch eine wissenschaftliche Herausforderung sein kann, stellen derzeit Forscher der TU Chemnitz unter Beweis. Ein Team der Professur Schaltkreis- und Systementwurf arbeitet im sogenannten Kooperationsprojekt "KliMB" an der Optimierung von Bewegungsabläufen. Jetzt geht das Projekt in die erste praktische Phase über, wobei neben Verfahren zur Bewegungsanalyse auch eine geeignete Form des Feedbacks entwickelt werden soll: "Ein Feedbacksystem ist eine spannende Aufgabe. Besonders Anfänger können durch einen 'Virtuellen Mentor' korrekte Klettertechniken erlernen und Fehler frühzeitig vermeiden", erklärt die wissenschaftliche Leiterin Julia Richter.

Förderung mit 163.000 Euro

Der "Virtuelle Mentor" stützt sich dabei auf Kameras, welche die Bewegung in Form von sogenannten Punktwolken und Skelettpunkten erfassen können. Nutzer des Systems erhalten dann über ein akustisches oder visuelles Feedback schließlich hilfreiche Hinweise. Unterstützt wird das Projekt durch Guido Köstermeyer, Weltcupsieger im Klettern von 1992, sowie Physiotherapeut Moritz Neubauer, der die Athleten des Bundeskaders Sportklettern unter anderem bei internationalen Wettkämpfen betreut. Projektpartner ist die Blocz GmbH aus Chemnitz. Das Unternehmen stellt unter anderem Griffe bis hin zu kompletten Wänden für den Bouldersport her. Gefördert wird das Projekt seit Oktober 2019 bis Mai 2021 mit rund 163.000 Euro im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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