Bestattungswald in Chemnitz?

Stadtrat Andere Städte haben bereits Friedwälder-Waldstücke

Waldenburg, Chursdorf oder das Zwickauer Land haben bereits Friedwälder - Waldstücke, in denen Bestattungen stattfinden können. Wird Chemnitz auch bald ein solches Stück bekommen? Zur nächsten Stadtratssitzung am 25. November wird dem Rat ein Beschlussantrag der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen zur "Einrichtung eines Bestattungswaldes" vorliegen. Darin geht es darum, dass die Stadtverwaltung Chemnitz gemeinsam mit dem Friedhofs- und Bestattungsbetrieb Varianten für eine Einrichtung und den Betrieb eines Bestattungswaldes in einem geeigneten kommunalen Waldgebiet prüft. Hintergrund ist, dass deutschlandweit inzwischen über 160 Bestattungswälder existieren.

Diese naturnahe Art der letzten Ruhe hat in den letzten Jahren immer mehr Interesse gefunden. "So wie sich Kultur und Gesellschaft in einem stetigen Wandel befinden, entwickelt sich auch das Bestattungswesen weiter. Die Freiheit, ganz individuell zu entscheiden, wo der Trauerort für die Hinterbliebenen ist und dass es eben nicht der herkömmliche Friedhof sein muss, sollte auch Chemnitzern offenstehen", sagt Grünen-Stadträtin Christin Furtenbacher.

Neben der Schönheit des Waldes und dem Wegfall der Grabpflege lägen noch weitere Vorteile auf der Hand: So sei die Waldbestattung preiswert und eine umweltfreundliche Variante der Beisetzung. Da die Waldbestattung als Ergänzung zu den bestehenden Möglichkeiten existieren soll, könne sie als Erweiterung des städtischen Bestattungsbetriebs gesehen werden.