"Bestes Unternehmen Chemnitz" gekürt

Ehrung Preise würdigen Zuverlässigkeit und Servicequalität in fünf Sparten

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Kurt Biedenkopf (rechts) und Frank Müller überreichen den Preis an Constanze Köppel und Axel Drescher. Foto: Ralph Kunz

Die Wirtschaftsunion Sachsen zeichnete im "Chemnitzer Hof" fünf Unternehmen in der Stadt als "Bestes Unternehmen Chemnitz" aus. Für den erstmals durchgeführten Wettbewerb hatte es in fünf Sparten etwa 140 Bewerber gegeben. Die Ermittlung der Sieger erfolgte laut dem Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsunion, Frank Müller, auf Grundlage einer Kundenbewertung der jeweiligen Firmen. Dabei spielten Zuverlässigkeit, Liefertreue sowie Servicequalität eine Rolle "Auch mit diesem Projekt wollen wir die Wirtschaft an der Basis fördern", betonte Müller.

Plädieren für Eigeninitative

Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hatte Kurt Biedenkopf (CDU), von 1990 bis 2002 erster Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, übernommen. Die Auszeichnungen überreichte der 87-Jährige an Simone Hoeft vom Zweithaarstudio Simone (Sparte Handwerk), Artur Zander und Alexander Hofmann vom Gasthaus an der Schloßmühle (Gastronomie), Axel Drescher und Constanze Köppel von DDoptics Optische Geräte & Feinwerktechnik (Einzelhandel), Dr. Udo Krug (Arztpraxis) sowie Erik Müller von der Realis GmbH (Dienstleister). Biedenkopf äußerte sich in einer lockeren Gesprächsrunde mit Frank Müller auch zur aktuellen Politik. Grundsätzlich plädierte der frühere Ministerpräsident für Eigeninitiative: "Das Schlimmste wäre, wenn die Sachsen, die ihr Land nach 1990 aufgebaut haben, nun denken, dass nur der Staat für ihr Wohl zuständig sei. Das hieße auch, Freiheit an dem Staat abzugeben", warnte der 87-Jährige.

Für dringend notwendig erachtet er derzeit allerdings auch eine Harmonisierung zwischen der technischen Entwicklung und der Anpassungsfähigkeit des Menschen an diesen Fortschritt. Ein Umdenken sei in dieser Hinsicht nicht nur in Sachsen, sondern global notwendig.