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Sachsen

Betrüger erbeuten mehrere zehntausend Euro

Polizei Warnung vor solchen Betrugsmaschen

Chemnitz, Gelenau, Eibenstock. 

Die Chemnitzer Kriminalpolizei ermittelt in drei aktuellen Fällen wegen Computerbetruges. Die Täter erbeuteten per Telefon und Computer mehrere zehntausend Euro.

Im Chemnitzer Ortsteil Einsiedel war eine Seniorin erstmals am vergangenen Mittwoch von einem unbekannten Mann angerufen worden, der sich als Mitarbeiter eines Technologie-Konzerns ausgab. Im Gespräch machte er der Frau glaubhaft, dass ihr Computer von einem Virus befallen und es deshalb nötig sei, über eine Fernwartungssoftware die Schadsoftware zu beseitigen. Nach dem Aufspielen des Wartungsprogrammes forderte der vermeintliche Mitarbeiter am Telefon über mehrere Tage hinweg zunächst die Zugangsdaten zum Onlinebanking der Frau sowie Transaktionsnummern (TAN), welche die Frau übermittelte. Damit veranlassten die Betrüger mehrere Überweisungen, sodass der Seniorin ein Schaden von mehreren tausend Euro entstand.

Gelenauer fiel dem Betrug zum Opfer

Auch im Polizeirevier Annaberg erschien am gestrigen Tag ein Mann aus Gelenau, der angab, auf eine Betrugsmasche hereingefallen zu sein. Er hatte in der jüngsten Vergangenheit eine E-Mail bekommen, in der scheinbar Investitionen in sogenannte Kryptowährungen und andere lukrative Geldanlagen beworben wurden. Daraufhin kam es zur Kontaktaufnahme mit einem mutmaßlichen Mitarbeiter des in der E-Mail aufgeführten Finanzdienstleisters. In den anschließenden Telefonaten wurden sensible Informationen zum Vermögen erfragt und dem Mann ein Link zu den vermeintlichen Geldanlagen geschickt. Der Link hatte jedoch nicht zu der erhofften Website geführt, sondern den Betrügern über eine Fernwartungssoftware Zugang zum Computer des Mannes ermöglicht. Schlussendlich lösten die Täter über den Zugang zum Onlinebanking Überweisungen über einige zehntausend Euro aus.

Mann gibt sich als Bankmitarbeiter aus

Eine weitere gängige Masche der Betrüger ist, sich als Bankmitarbeiter auszugeben, um unter einem Vorwand ebenfalls an Konto- und Zugangsdaten der Betroffenen zu gelangen. So geschehen bei einem Mann aus Eibenstock. Wie sich im Rahmen der Anzeigenaufnahme herausstellte, war der Geschädigte in einer E-Mail eines Kreditinstitutes aufgefordert worden, sich für das Onlinebanking zu registrieren. Nach der angeblichen Freischaltung erhielt der Mann am Abend des nächsten Tages einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Bank. Mit den zuvor bei der Registrierung übersandten Kontodaten forderte der Unbekannte nun am Telefon die Übermittlung von mehreren Nummern, die während des Telefonats auf das Smartphone des Mannes gesendet wurden. Diese seien benötigt worden, um die Autorisierung des Onlinebankings abschließen zu können. Jedoch hatte es sich um TAN-Nummern gehandelt. Statt sich für die virtuelle Bankplattform zu verifizieren, hatten die Täter Überweisungen vom Konto des Geschädigten über einige zehntausend Euro ausgelöst.

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsmaschen!

Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen durch vermeintlichen Mitarbeiter von Finanzdienstleistern, Geldinstituten, Technologieunternehmen oder anderen Firmen - vor allem in den Abendstunden!

Geben Sie keine Konto-, Bank-, oder Zugangsdaten sowie Informationen zu Ihrem Vermögen heraus! Seien Sie sich bewusst, dass übersandte Transaktionsnummern einer Unterschrift auf einem Überweisungsschein gleich kommen!

Prüfen Sie die Absender von E-Mails gründlich, bevor Sie darin enthaltene Links oder Dateien öffnen!