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Bierstreit geht in die nächste Runde

auseinandersetzung Reichenbrander Brauerei entwickelt neues Etikett

Seit Monaten erhitzt ein Rechtsstreit zwischen der Reichenbrander Brauerei und der 500 Kilometer entfernten Berg Brauerei Ulrich Zimmermann die Gemüter. Das Ganze hat drastische Folgen. 500 Kästen mit je 24 Flaschen des bereits etikettierten Bergt-Bräus mussten nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums vernichtet werden. Das sind 12.000 Flaschen und knapp 4.000 Liter.

Wie alles begann

Rückblick: Die Reichenbrander Brauerei unter Geschäftsführung von Michael Bergt wollte im Markenregister die 147 Jahre alte Familienmarke "Bergt-Bräu" wieder eintragen lassen. Die Berg Brauerei Ehingen reichte Klage ein und bekam vorm Landgericht Stuttgart recht. Alle Schlichtungsversuche sind bisher gescheitert. "Die Gegenseite beharrt weiterhin auf der Liquidierung unseres Familiennamens aus allen geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Bier und Biermischgetränken", berichtet Geschäftsführer Michael Bergt.

Das Urteil des Landgerichtes rechtskräftig, da die Schwaben eine Sicherheitsleistung hinterlegt haben. Verhindert wird damit auch die Anbringung des neuen Werbeschildes an der sanierten Fassade des "Bräu-Stübls" Reichenbrand. Und noch eines setzt dem "Berg(t)-Geschrei" die Schaumkrone auf: Der Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ist erst am 24. März 2022.

Neues Logo wurde entwickelt

Doch die nunmehr fünfte Bergt-Generation gibt nicht auf. "Wir haben ein neues Logo bis zur endgültigen Klärung entwickelt", verrät Michael Bergt. Aktuell wird in Reichenbrand auf Hochtouren das "BIER-LOGO (Bier) im BRAU-PROZESS" abgefüllt und mit den originellen Etiketten versehen. Seit Dienstag sind die 0,33 Liter-Flaschen in den Sorten Edel Pils, Helles, Red Ale und Radler im Handel. pes

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