Bildhauer-Kunst wird im Wasserschloss ausgestellt

Skulpturen Hans Brockhage und Joachim Dunkel zeigen ihre Arbeiten

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Die beiden Kuratoren der Ausstellung "Auf Augenhöhe" Rolf Lieberknecht (li.) und Gunter Springsguth. Foto: Annegret Heine/C3

Im Wasserschloss Klaffenbach ist jetzt eine neue Ausstellung zu sehen, die Arbeiten der Bildhauer Hans Brockhage und Joachim Dunkel zeigt.

Eigenwillige Positionen

Beide Künstler zeichneten sich durch eigenwillige Positionen aus - Hans Brockhage abstrakt im Widerspruch zu staatlichen Vorgaben, Joachim Dunkel figürlich gegen den Trend der Westkunst zu seiner Zeit. In der Ausstellung "Auf Augenhöhe" werden Skulpturen, Figuren und Sammlungen präsentiert.

Hans Brockhage wurde 1925 im Erzgebirge geboren und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Als Produktgestalter und Plastiker entwickelte er eine eigenständige künstlerische Skulpturen- und Bildsprache.

"Hans Brockhages Holzskulpturen in großer Dimension und monumentaler Geste reflektieren das ständige Ringen des Menschen mit den Naturkräften und sich selbst. Die Werke sind Mahnung und ästhetischer Genuss zugleich", beschreibt Konrad Donhuijsen, ein Kenner der Werke beider Bildhauer, das Schaffen des gebürtigen Schwarzenbergers.

Den Nerv der Zeit getroffen

Joachim Dunkel, ebenfalls 1925 geboren und aus Berlin, studierte nach dem Zweiten Weltkrieg an den Kunsthochschulen in Berlin-Weißensee und Berlin-Charlottenburg. Nach zahlreichen Stipendien und Preisen erhielt er 1974 seine Berufung an die Hochschule für Bildende Künste Berlin. Joachim Dunkel verstarb 2002. Ihn beschäftigte wie Hans Brockhage die Erdenschwere, die Gravitation und ihr Einfluss auf den aufrechten Gang, unsere Lebenshaltung, so Konrad Donhuijsen.

"Hans Brockhage und Joachim Dunkel haben - jeweils in ihrem Deutschland - immer Kunst gegen den Zeitgeist gemacht und gerade damit den Nerv der Zeit getroffen. Ich bin sehr froh, dass wir diese großen Werke in unserem kleinen Schloss zeigen dürfen", sagt Annekathrin Lehmann, Projektleiterin bei der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH. Die Ausstellung sei eine Gegenüberstellung auf Augenhöhe.