Bis 2020 neue Kita-Plätze notwendig

Betreuung Stadt stellt ihren aktualisierten Bedarfsplan vor

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Foto: kali9/Getty Images

Bis zum Jahr 2020 wird mit einem Zuwachs von 713 Kindern mit einem Rechtsanspruch auf einen Kita-Betreuungsplatz zu rechnen sein. Das geht aus einer Prognose für den neuen Kita-Bedarfsplan des Amtes für Jugend und Familie hervor. Gründe für den Anstieg seien unter anderem die gestiegene Anzahl der Geburten, der wohnhaften Kinder und die Inanspruchnahme der Plätze in den letzten Jahren. Auch die steigende Anzahl von Kindern aus Flüchtlings- und Migrantenfamilien sowie Studierende mit Kind spielen dabei eine Rolle.

Zu wenig Platz für die Kleinen

Die Folge: Chemnitz muss in den kommenden zwei Jahren weitere Platzkapazitäten schaffen. So soll neben dem Bau zweier Kitas in Modulbauweise in der Innenstadt und in Glösa auch im Stadtteil Hilbersdorf eine weitere Einrichtung mit 100 Plätzen entstehen. Damit könnte der Bedarf der angrenzenden bevölkerungsstarken Stadtteile Sonnenberg und Ebersdorf gedeckt werden. Die Kindertageseinrichtung soll künftig durch einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe betrieben werden. Eine zweite Einrichtung mit einer Kapazität von 100 Plätzen wird in den Stadtteilen Kaßberg oder Altendorf geplant.

Mit der Einordnung der neuen Kapazitäten steigt der Versorgungsgrad in Chemnitz bis zum Jahr 2020 im Bereich der unter Dreijährigen auf 84,8 Prozent (aktuell: 75,9), im Bereich der über Dreijährigen auf 96,2 Prozent (95,4) und im Hortalter auf 97,1 Prozent (94,9). Der neue Kita-Bedarfsplan wird am 8. November auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen. Die letzte Aktualisierung wurde im Juni 2016 beschlossen.