"Bitti" feiert das halbe Jahrhundert

Jubiläum Torsten Bittermann stellt sich auch am Ehrentag voll in den Dienst des CFC

1999 feierte Torsten Bittermann als Spieler mit dem Chemnitzer FC den Aufstieg in Liga 2. Foto: Harry Härtel/Archiv

Zu feiern gab es in der Kabine des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC zuletzt kaum etwas. Doch am heutigen Samstag gibt es - ganz unabhängig vom Ausgang des Heimspiels gegen den FC Carl-Zeiss Jena - für einen Mann aus dem Team garantiert eine Menge Glückwünsche. Denn Mannschaftsleiter Torsten Bittermann feiert seinen 50. Geburtstag. "Bitti" weiß, wie man mit dem Ball umgeht.

 

1982 kam Bittermann in die Jugendabteilung des damaligen FC Karl-Marx-Stadt

 

Schließlich kam der gebürtige Werdauer 1982 zum damaligen FC Karl-Marx-Stadt, durchlief dort die Nachwuchsabteilung und spielte später für den Club in der DDR-Oberliga und im Europacup, in der Regionalliga und in der 2. Bundesliga. Die Partien gegen Porto, Sion und Turin unter Trainer Hans Meyer sowie der Aufstieg in die 2. Bundesliga 1999 seien ihm noch heute ganz fest im Gedächtnis. Doch trotz seines Geburtstages steht Bittermann kein ruhiger Tag bevor. Vielmehr steht er Punkt sieben Uhr vor dem Großmarkt, um frisches Obst für die Mannschaft einzukaufen. Gegen 7.30 Uhr packt der gebürtige Werdauer im Sportforum den Kleintransporter mit allen erforderlichen Utensilien ein, macht sich nach 10 Uhr auf den Weg ins Stadion und räumt anschließend die Kabine ein.

 

Unter Gerd Schädlich war "Bitti" Co-Trainer des Chemnitzer FC

 

"Relative Ruhe habe ich eigentlich nur, wenn das Spiel läuft", sagt Bittermann der einst auch als "Co" von Cheftrainer Gerd Schädlich am Spielfeldrand stand und in dieser Zeit mit dem CFC mehrmals Sachsenpokalsieger wurde und in die 3. Liga aufstieg. Im Sommer 2014 übernahm er bei den Himmelblauen den Posten des Mannschaftsleiters. Zu seinem Aufgabenbereich gehört auch, nach dem Abpfiff noch die Waschmaschinen anzuschmeißen, um alles gleich wieder sauber zu bekommen. Und wenn alles nach Plan läuft, kann der ehemalige Profi gegen 18.30 Uhr einen Haken an seinen Arbeitstag machen. Vielleicht schaffen es die CFC-Kicker ja, ihm ein Präsent in Form von drei Zählern auf den Gabentisch zu legen.