Blicke hinter die Kulissen

Premieren "Gretchen" im Fritz-, "Glashaus" im Fabrik-Theater

Was machen Schauspieler eigentlich am Vormittag? Natürlich: Wenn keine Vorstellung ansteht, wird geprobt. Einen Einblick in diese Probenwelt gibt es für gewöhnlich eher selten - eine Ausnahme macht das Fritz-Theater, Kirchhoffstraße 34-36 ab Freitag. Da startet die nächste Inszenierung: "Gretchen 89ff", ein rasantes Theaterkabarett von Lutz Hübner. Im Stück nehmen sich unterschiedliche Schauspieler und Regisseure - sämtlichst dargestellt von Katerina Pindejova, Isabelle Weh und Hardy Hoosman - einen der berühmtesten deutschen Theaterstoffe vor: Goethes "Faust" und insbesondere die Szenen rund um dessen Begegnung mit Gretchen. "Wie unterschiedlich sich diese Szenen interpretieren (und damit auch inszenieren) lassen, führt 'Gretchen 89ff' vor", so Theaterleiterin Isabelle Weh. Premierenstart ist am Freitag um 20 Uhr, weitere Aufführungen gibt es auch am Samstag sowie am Donnerstag, 15. November.

Theater ganz anderer Art gibt es ebenfalls am Freitag, 19.30 Uhr in der Chemnitzer Kunstfabrik, Neefestraße 82. Hier erfolgt durch das Fabriktheater die Voraufführung des Stückes "Glashaus" von Erwin Berner, der eine wahre Geschichte erzählt: Körperlicher und geistiger Sadismus, Feigheit, Lügen, Intrigen und ein unerwartetes Familiengeheimnis verbinden sich hier zu einer Tragödie um einen schwulen Jungen, seine dominante, an den Rollstuhl gefesselte Mutter und seinen "Meister", der eigentlich ein verheirateter Lehrer ist. Die Aufführung, deren Inszenierung Angelika Burkardt übernommen hat, ist für Personen unter 18 Jahren nicht zugelassen.