Bombenalarm in Chemnitz? Herrenloses Gepäckstück sorgt für Sperrung von Bahnsteigen

Bundespolizei fordert Spezialisten an

Chemnitz

Am Mittwochabend kam es am Hauptbahnhof Chemnitz zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Mehrere Bahnsteige wurden gesperrt, nachdem ein herrenloses Gepäckstück aufgefunden worden war. Der Rucksack lag auf Bahnsteig 5.

Bombenentschärfer angefordert

Bis zur Überprüfung des Gepäckstücks bleibt der betroffene Bahnsteig gesperrt. Auf Nachfrage teilte die Bundespolizei mit, dass spezialisierte Kräfte auf dem Weg zum Einsatzort seien, um das Gepäckstück zu untersuchen.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr noch unklar

Ob und wann der Bahnverkehr in diesem Bereich wieder vollständig aufgenommen werden kann, war am Abend zunächst unklar. Weitere Informationen zum Inhalt des Rucksacks liegen zur Zeit noch nicht vor.

Update

Gegen 21.45 Uhr trafen Spezial Kräfte der Polizei am Chemnitzer Hauptbahnhof ein um das herrenlose Gepäckstück zu untersuchen. Dabei kam unter anderem auch ein mobiles Röntgengerät zum Einsatz. Nach der Untersuchung konnte Entwarnung gegeben werden. In dem Rucksack befanden sich keine gefährlichen Gegenstände. So konnte der Bahnsteig wieder freigegeben werden.

Update der Polizei am 5. Februar gegen 8 Uhr

Eine Mitarbeiterin von Station und Service informierte gestern gegen 19.55 Uhr die Bundespolizei am Chemnitz Hauptbahnhof über ein herrenloses Gepäckstück im Bereich der Sitzgelegenheiten am Bahnsteig 5.

Dabei handelte es sich um einen schwarzen Rucksack, welcher von außen nicht einsehbar war. Auch ein Ausrufen über die Lautsprecheranlage führte nicht zum Auffinden des Besitzers.

Daraufhin erfolgte die Räumung und Absperrung des Gefahrenbereiches (Bahnsteig 5) sowie die Anforderung der Entschärfer der Bundespolizei. Parallel dazu erfolgte die Auswertung der Videoaufzeichnungen des Gefahrenbereiches. Dabei konnte der mutmaßliche Eigentümer festgestellt werden.

Dieser fuhr anschließend mit der Bahn in Richtung Leipzig. Eine Bilddatei wurde den Einsatzkräften der Bundespolizeiinspektion Leipzig zur Fahndung zur Verfügung gestellt. Diese führte zur Feststellung der verursachenden Person bei Ankunft des Zuges in Leipzig. Er gab an den Rucksack in Chemnitz vergessen zu haben.

Der Rucksack wurde zwischenzeitlich auch durch die Entschärfer als unbedenklich eingestuft und die Absperrmaßnahmen gegen 22.15 Uhr aufgehoben. Er wurde an die Fundstelle der Mitteldeutschen Regiobahn übergeben. Dort kann der 18-jährige Aserbaidschane diesen wieder abholen.

Zudem erwartet ihn eine Rechnung für die Polizeikosten, welche für diesen Einsatz angefallen sind. Die Notfallleitstelle der DB AG Leipzig leitete Züge im Gefahrenbereich auf andere Gleise im Hauptbahnhof um, so dass der Bahnbetrieb nur teilweise beeinträchtigt wurde.

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