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Bombendrohung: 34-jährige Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

Polizei Update: Frau hatte Unstimmigkeiten mit Jugendamt

Am Donnerstag ging gegen 14.30 Uhr zum sechsten Mal innerhalb von vier Wochen eine Bombendrohung gegen das Jugendamt im Chemnitzer Moritzhof ein. Das Amt wurde evakuiert und wird zur Zeit durchsucht. Es gibt keine Straßensperrungen aktuell. Nach der letzten Drohung setzte die Polizei eine Belohnung von 3.000 Euro für Hinweise zur Tat oder zum Täter, aus. Es werden dringend Zeugen gesucht, die Anhaltspunkte haben und diese unter 0371 387-2020 telefonisch der Polizei melden können.

Update 23. November 8 Uhr::

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilt, habe sich die "erhöhte Polizeipräsenz ausgezahlt". Eine 34-Jährige in Begleitung eines 55-Jährigen wurden an einer Telefonstelle in der Innenstadt vorläufig festgenommen. "Nach bisherigen Erkenntnissen sind auch die vorangegangenen Drohanrufe von der 34-Jährigen getätigt worden. Offenbar hat sie aus Frustration aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Jugendamt gehandelt", so die Polizeidirektion.

Der Tatverdacht gegen ihren Begleiter konnte nicht erhärtet werden. Er befindet sich wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten dauern an. Aus Sicherheitsgründen wurde das Jugendamt gestern mit einem Sprengstoffsuchhund bis 16.30 Uhr abgesucht. Dabei wurden keine relevanten Gegenstände aufgespürt.

Update 23. November 13:40 Uhr:

Laut Polizei wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz die vorläufige Festnahme der Tatverdächtigen heute Vormittag wieder aufgehoben worden. Grund ist das Fehlen von Haftgründen.

Nun prüfen die Beamten im Rahmen der Strafverfahren, der 34-Jährigen die Kosten der vergangenen Einsätze im Zusammenhang mit den sechs Drohanrufen in Rechnung zu stellen. Die Höhe der Kosten ist momentan noch unklar.



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