Bombendrohungen: Polizei schnappt Tatverdächtigen

Erfolg Kriminalisten ermitteln 36-Jährigen aus Chemnitz

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Die Sachsen-Allee erhielt die Bombendrohung am 29. Dezember. Foto: ece

Sind die Bombendrohungen gegen Chemnitzer Einkaufszentren am 29. und 30 Dezember endlich aufgeklärt? Im Zuge intensiver Ermittlungen konnten Kriminalisten einen 36-Jährigen aus Chemnitz ermitteln, der im dringenden Tatverdacht steht, an beiden Tagen elektronische Nachrichten mit den Drohungen an die Center-Verantwortlichen sowie an Polizeidienststellen versandt zu haben. Seine Motivlage ist bislang unklar.

Täter muss zahlen

Die genannten Verfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhungen von Straftaten gelangten bereits zur weiteren strafrechtlichen Entscheidung an die Staatsanwaltschaft Chemnitz. Überdies wird die Polizeidirektion Chemnitz gegenüber dem Beschuldigten finanzielle Forderungen hinsichtlich der Einsatzkosten geltend machen. Diese errechnen sich unter anderem aus den geleisteten Arbeitsstunden der Beamten und werden sich angesichts der notwendigen Einsätze jeweils mindestens im vierstelligen Euro-Bereich bewegen.

8.000 Menschen evakuiert

Rückblick: Mehrere anonym versendete Bombendrohungen gegen Einkaufscenter am Thomas-Mann-Platz und am Neumarkt sorgten am 29. und 30. Dezember für erhebliche Verunsicherung in der Bevölkerung. Insgesamt rund 8.000 Menschen mussten aufgrund der Drohungen aus den beiden Einkaufscentern evakuiert werden, dutzende Polizeibeamte der Polizeidirektion Chemnitz, der Sächsischen Bereitschaftspolizei sowie Beamte anderer Polizeidirektionen waren an beiden Tagen in den mehrstündigen Einsätzen gebunden.