Brockhages Werke werden ausgestellt

Wasserschloss "Auf Augenhöhe - Skulpturen - Figuren - Sammlungen" mit Kunst für Groß und Klein

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In der unfrommen Weihnachtskrippe des Künstlers Joachim Dunkel gibt es viel Ungewöhnliches zu entdecken. Kurator Prof. Rolf Lieberknecht und Annekathrin Lehmann, Projektleiterin Märkte & Ausstellungen bei der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, helfen Ausstellungsbesuchern gern, zum Beispiel einen Berliner Bären oder Kohlendiebe unter den 100 Terrakotten zu finden. Foto: Annegret Heine/C3

Eine ungewöhnlich unfromme Weihnachtskrippe sowie historische Schnitzfiguren ergänzen derzeit die aktuelle Wasserschloß-Ausstellung "Auf Augenhöhe - Skulpturen - Figuren - Sammlungen", die das Schaffen der beiden Künstler Hans Brockhage und Joachim Dunkel zusammenfasst. In der Weihnachtskrippe, die Joachim Dunkel geschaffen hat, gibt es unter den etwa 100 Terrakotten zum Beispiel Figuren, die einen Berliner Bären, ein Schwein und Kohlendiebe darstellen.

"Joachim Dunkel war kein besonders religiöser Mensch. Die Lust, an Krippenfiguren zu arbeiten, entstand eher zufällig: Nachdem die Hochschule für Bildende Künste Berlin, an der er lehrte, einen Brennofen anschaffte, musste dieser natürlich ausprobiert werden. Dafür kreierte Dunkel diese besonderen Krippenfiguren", erklärt Rolf Lieberknecht, einer der beiden Kuratoren der Ausstellung.

Auch traditionelle Figuren sind zu sehen

Den Skulpturen von Hans Brockhage werden zudem historische, aus dem Westerzgebirge und dem Altvatergebirge stammende und von Bergmännern geschaffene Miniaturen entgegengestellt. "Seine DDR-Gestalterausbildung war sehr funktional und radikal. Das Sammeln dieser Figuren könnte man als eine Rückbesinnung zu seiner Herkunft erklären", so Gunter Springsguth, der zweite Kurator der Schau. In Schwarzenberg, wo Brockhage geboren wurde, sei schließlich auch diese Figurenwelt zu Hause.

Brockhage und Dunkel sind zwei Bildhauer gleichen Jahrgangs mit eigenwilligen künstlerischen Positionen, der eine im Osten abstrakt im Widerspruch zu staatlichen Vorgaben, der andere im Westen figürlich gegen den Trend der Westkunst zu seiner Zeit.



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