Bürger in Adelsberg kritisieren Schulplanung an Grundschule

Bildung Kinder müssen weite Strecken in Kauf nehmen

buerger-in-adelsberg-kritisieren-schulplanung-an-grundschule
Foto: BraunS/Getty Images

Adelsberg. Die Grundschule in Adelsberg platzt aus allen Nähten. BLICK berichtete bereits Ende vergangenen Jahres von den Bemühungen des Elternrates der Grundschule, der eine Petition für eine Erweiterung des Gebäudes ins Lebens rief - vergeblich, wie die Stadt mitteilte.

Laut Bürgermeister Sven Schulze komme ein derartiger Anbau unter anderem aus "topografischen und baulichen Gründen nicht infrage". Einige Bürger wollen diese Situation aber nicht hinnehmen und haben sich gemeinsam mit dem Heimatverein an das Rathaus gewandt. Ein Beispiel einer aus seiner Sicht fehlerhaften Planung erzählt ein Arzt aus Adelsberg, der anonym bleiben möchte.

Stadt sieht keinen Bedarf

Seine Tochter soll ebenfalls im Sommer eingeschult werden. Sie besucht derzeit die benachbarte Kita Evalu in Adelsberg und habe bereits "ihre Klassenlehrerin" - eine Lehrerin aus der Adelsberger Grundschule - vorgestellt bekommen. Einen Platz für die Grundschule hat sie allerdings nicht erhalten. "Leider sieht die Stadt keinen Bedarf an der Versorgung und Förderung von Kindern und wahrscheinlich auch keinen Bedarf an ärztlicher Versorgung", sagt der Arzt.

Ein Gespräch zur Lösung des Problems habe es zu seinem Bedauern nie gegeben. "Um unsere Patienten weiter zu versorgen, haben wir nun den Schulbezirk gewechselt und bringen unser Kind nach Kleinolbersdorf". Gemeinsam mit dem Heimatverein und Adelsberger Bürgern will er weiterhin auf die "planerischen Fehler der Stadt Chemnitz hinweisen".

Laut Bürgermeister Sven Schulze werde in der aktuell laufenden Schulnetzplanung die Situation erneut auf den Prüfstand gestellt. Die Grundschule in Adelsberg soll als sogenannte 1,5-zügige Grundschule in den Schulnetzplan aufgenommen werden. Für die Eltern, die in diesem Sommer einen Schulplatz für ihre Kinder benötigen, hat das allerdings keine Wirkung.