CDU-Stadtrat will Überprüfung des AJZs

G20-Gipfel Sabine Pester (Die Linke) verteidigt das Jugendzentrum

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Foto: Harry Härtel

Was hat das AJZ mit den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg zu tun? Darüber streiten sich nun Vertreter der CDU und der Linken.

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke Sabine Pester hat sich heute zu einem Statement des CDU-Stadtrates Alexander Dierks in einer Tageszeitung geäußert. Dierks fordert eine Überprüfung des Alternativen Jugendzentrums (AJZ) bezüglich der Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg.

Schuldzuweisungen

Pester bezeichnet die Ausschreitungen und Eskalationen in Hamburg als unentschuldbar. Allerdings sei es ebenso unentschuldbar ein Chemnitzer Jugendprojekt unter Generalverdacht zu stellen und in Zusammenhang mit den G20-Protesten zu setzen.

Alexander Dierks bezieht sich hier auf einen antifaschistischen Jugendkongress, der im April in den Räumlichkeiten des AJZs stattfand und den es seiner Meinung nach nochmals zu überprüfen gilt. Die Verantwortlichen hatten sich damals zu den geplanten Protesten des bevorstehenden Gipfels geäußert und wie sich dabei eingebracht werden könnte.

Wer ist verantwortlich?

Allerdings handelte es sich bei dieser Veranstaltung nicht um eine des Alternativen Jugendzentrums, sondern wurde von Dritten veranstaltet, die lediglich die Räumlichkeiten gemietet hatten. Pester sagt dazu: "Wenn ein Mieter in einer Wohnung randaliert, gibt man doch auch nicht dem Vermieter die Schuld."

Die CDU hatte bereits 2015 eine Überprüfung des AJZ gefordert.