CFC: 3. Liga setzt Saison bis 30. April aus

Fußball Es ist nun maßgeblich bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Chemnitzer FC aufrechtzuerhalten.

Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat sich die Spielleitung der 3. Liga mit dem Ausschuss 3. Liga und den Vertretern der 20 Drittligisten im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung am Montag, den 16. März 2020 verständigt. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35. Der Entscheidung, die Saison weiter auszusetzen, waren intensive Diskussionen unter den Drittligisten zum grundsätzlichen Vorgehen in der Corona-Krise vorausgegangen. Ziel aller Drittligisten bleibt es, die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortzusetzen und sportlich zu Ende zu spielen - sofern dies aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist. Wie es über den 30. April hinaus in der 3. Liga weitergeht, dazu soll auch die morgige Sitzung der Europäischen Fußball-Union UEFA mit ihren Ergebnissen weitere Hinweise liefern. Mit Blick auf die sich ständig ändernde Faktenlage wird sich der DFB mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in den nächsten Wochen weiterhin eng abstimmen und alle denkbaren Szenarien für die aktuelle Saison einer genauen Prüfung unterziehen.

"Wir sind froh über das Ergebnis der heutigen Besprechung. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass wir als 3. Liga zu einem einheitlichen und geschlossenen Standpunkt gekommen sind. Die sportliche Entscheidung der laufenden Saison hatte dabei die oberste Priorität. Die Aussetzung des Spielbetriebs bis Ende April verschafft uns Klarheit über die Themen, die jetzt angefasst werden müssen. Es ist nun maßgeblich bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Chemnitzer FC aufrechtzuerhalten. Dazu werden wir alle angebotenen staatlichen Hilfen für die Liquiditätssicherung prüfen. Vor dieser Herausforderung steht nun die gesamte Liga. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Kraft unserer Mitarbeiter und Fans sowie unseren Sponsoren und Unterstützern, die uns in den vergangenen Wochen äußerst positive Signale gesendet haben, diese bisher noch nie da gewesene große Aufgabe meistern werden. Wenn ich mir etwas wünschen darf: Lasst uns weiter zusammenhalten und nach vorne blicken", erklärte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC am Montagabend.

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt:

"An erster Stelle stehen Gesundheit und Solidarität. Zur effektiven Bekämpfung des Coronavirus' und Bewältigung der Krise haben wir alle unseren Beitrag zu leisten und die zuständigen Behörden bestmöglich zu unterstützen. Auf uns warten gewaltige Herausforderungen - in der Gesellschaft, im organisierten Sport, in der 3. Liga. Dessen sind wir uns bewusst. Auch während der Sitzung haben uns die aktuellen Ereignisse im Land mit neuen Verfügungen immer wieder überholt. Für die 3. Liga ist die heutige Entscheidung ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können."

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, erklärt:

"Die Tragweite der aktuellen Krise ist immer noch nicht in vollem Ausmaß abzusehen. Unter Abwägung aller Aspekte und Interessen sind Verantwortung und Vernunft für uns die obersten Gebote. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Ausschuss die heutige Entscheidung, die in Absprache mit den Klubs getroffen worden ist. Wir brauchen untereinander die größtmögliche Solidarität. Wir müssen uns intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen, wie der gesamte deutsche Profifußball und seine Vereine die Corona-Krise bewältigen können."