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CFC-Aktion: Karten für virtuelles Heimspiel!

FUSSBALL Sächsische Vereine bitten Fans verschiedenartig um Unterstützung im Kampf gegen Corona

Chemnitz. 

Chemnitz. Besser spät als nie: Fans und Sympathisanten des Chemnitzer FC können ihren Herzensverein endlich durch den Kauf von Eintrittskarten für ein virtuelles Heimspiel unterstützen. Ein Stehplatz in der Südtribüne kostet 5,50 Euro, ein VIP-Platz 27,- Euro. Darüber hinaus kann der himmelblaue Stadionbesucher eine Bratwurst plus Getränk für 5,50 Euro erwerben. "Die Unterstützung unserer Fans und Mitglieder, die trotz Kurzarbeitergeld an uns spenden, ist beeindruckend", schwärmt Romy Polster. Die Vorstandsvorsitzende der Chemnitzer FC e.V. liebäugelt mit dem ambitionierten Ziel, das "Stadion - An der Gellertstraße" mit 15.000 Unterstützertickets auszuverkaufen. "Ich bin überzeugt, dass unser virtuelles Spiel nochmals zeigt, wozu wir gemeinsam in der Lage sind (und) dass unser CFC wieder stark ist."

Der Anfang diesbezüglich ist gemacht, so haben sich in den ersten 24 Stunden bereits 1.486 CFC-Fans über die Bestellplattform Etix ihre Karten gesichert. Im Vergleich zu anderen sächsischen Vereinen erhalten diese jedoch - bis auf einen 10-Prozent-Rabatt beim nächsten Einkauf im CFC-Fanshop - weder besondere Boni noch einmalige Erinnerungen für ihre finanzielle Unterstützung.

Blick zu den NINERS

Wie leicht das beispielsweise gehen kann, haben die Basketballer der Niners Chemnitz gezeigt. Als feststand, dass deren Saison vorzeitig beendet wird und damit keine Playoffs mehr gespielt werden können, initiierten die Niners die Aktion "Playoffs 2020 - Im Herzen waren wir dabei!". Dafür entwarfen sie ein exklusives Hardticket, auf dem sowohl die Unterschriften des gesamten Teams als auch der Name des Käufers zu lesen sind. Außerdem nimmt jeder Kartenkäufer an einem Gewinnspiel teil und hat somit die Chance auf ganz besondere Preise. Der frischgebackene Aufsteiger in die "easyCredit Basketball-Bundesliga" berechnet pro Ticket den klassischen NINERS-Preis von 9,99 Euro und hat über 2.600 an ihre "Orange Army" gebracht.

Blick zu zwei Regionalligisten

Der 1. FC Lokomotive Leipzig war einer der ersten Fußballvereine, der auf kreative Art und Weise auf die corona-bedingten Einnahmeverluste reagiert und die Aktion "Leute, macht die Bude voll!" ins Leben gerufen hat. Durch den Verkauf symbolischer, virtueller Eintrittskarten für einen Euro möchte die Lok'sche den Zuschauerrekord aus dem Jahr 1987 knacken. Damals sahen 120.000 Zuschauer im "Alten Zentralstadion" das Halbfinal-Rückspiel im Europapokal der Pokalsieger gegen Girondins Bordeaux. Und Stand jetzt wackelt dieser Rekord gewaltig, so sind mittlerweile 117.295 Tickets verkauft worden.

Der Stadtrivale, die BSG Chemie Leipzig, startete die Aktion "Das kann doch einen Leutzscher nicht erschüttern!" und bot Unterstützer-Pakete in den Varianten "Leutzscher Holz", "Leutzsch Leutzsch AKS", "Meister 1964" und "Leutzscher Legende" an. Die Preise waren zwischen 28 Euro und 450 Euro gestaffelt. Durch den Verkauf von mehr als 3.200 Paketen konnten die Chemiker 185.000 Euro generieren. Als Zeichen der Dankbarkeit erhalten die Spender nicht nur eine Urkunde und einen exklusiven Schal, sondern werden weiterhin namentlich auf einem Soli-Banner im Alfred-Kunze-Sportpark erwähnt.

Blick zu den Zweitligisten

Auch die sächsischen Zweitligisten sind mit besonderen Aktionen auf ihre Anhänger zugegangen: So hat der FC Erzgebirge Aue unter dem Motto "Lila-Weiß geht niemals unter!" vier Hilfspakete zwischen 19,46 Euro und 270,- Euro geschnürt und diese nach den traditionellen Bergbauberufen "Knappe", "Hauer", "Steiger" und "Obersteiger" benannt. Und als Dank immer mit dabei: die Unterstützer-Urkunde mit der Unterschrift von Helge Präsident Leonhard sowie ein 15-Prozent-Rabatt auf das neue Trikot in der kommenden Spielzeit. Die SG Dynamo Dresden hat für seine Fans das Solidaritäts-Shirt "Dynamo Fans gegen Covid-19" entworfen und verkauft dieses für symbolische 19,53 Euro. Da die erste Auflage - 3.500 Exemplare - schnell vergriffen waren, wurde unverzüglich die zweite in Auftrag gegeben.

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