CFC angelt sich in Überzahl einen Punkt an der Küste

Chemnitzer spielt beim Greifswalder FC 0:0.

Greifswald

Der Chemnitzer FC kann die Heimfahrt von der weitesten Auswärtsfahrt - wie in den letzten drei Spielzeiten auch schon - mit einem Punkt antreten. Vor 828 Zuschauern im "Volksstadion" trennten sich die Himmelblauen vom Greifswalder FC mit 0:0. Nach einem Platzverweis spielte das Team von Benjamin Duda mehr als eine halbe Stunde in Überzahl, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Das letzte Spiel des Jahres bestreitet der CFC gegen Luckenwalde.

 

CFC-Trainer Duda: "Rückrunde als Neustart."

Auch gegen den Greifswalder FC erhielt die Startformation des Chemnitzer FC im Vergleich zum letzten Spiel gegen den BFC Dynamo ein neues Gesicht. Für Tobias Stockinger und Jonas Marx fingen Artur Mergel und Domenico Alberico an. Außerdem ersetzte Leon Damer den verletzten Anton Rücker.

Nach seiner Verletzung kehrte CFC-Kapitän Tobias Müller wieder ins Aufgebot, der in den Schlussminuten sein Comeback geben sollte. CFC-Trainer Benjamin Duda sagte vor der Partie beim GFC: "Der Auftakt in die Rückrunde birgt auch ein Stückweit das Wort Neustart in sich - deswegen müssen wir auf die Stärke des Gegners und die individuelle Qualität der Spieler vorbereitet sein. Wir wollen das Jahr 2025 auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen."

Damer trifft die Latte & Adamczyk hält alles im ersten Durchgang

Die ambitionierten Gastgeber - bis dato erst mit zwei Heimsiegen in dieser Spielzeit gesegnet - stürmten sofort auf das Tor von Daniel Adamczyk und kamen durch Richardson sofort zu zwei ersten Abschlüssen. In der fünften Minute legte Dejan Bozic mustergültig auf Damer auf, der auf und davon war, jedoch den Ball an die Latte zimmerte.

Jakubov, der vor dem Anstoß gegen seinen Ex-Verein für sein 300. Spiel in der Regionalliga-Nordost ausgezeichnet wurde, wäre machtlos gewesen. Die Sachsen blieben im hohen Norden kontergefährlich und hatten mit Bozic und Mergel weitere gute Gelegenheiten.

Wacklige Defensive stabilisiert sich nach 20 Minuten

Wagner prüfte auf der Gegenseite Adamczyk mit einem Distanzschuss. In der 14. Minute hielt der CFC-Schlussmann einen Kopfball von Vogt und damit sein Team im Spiel. Kurz danach half der Pfosten nach einem Benyamina-Kopfball mit. Zuvor hatte der GFC-Kapitän ein Abseitstor erzielt.

Die himmelblaue Defensive zeigte sich in der Anfangsviertelstunde mehr als wackelig, Mitte der ersten Halbzeit stabilisierte sie sich aber merklich. In der 20. Minute trat der sehr agile Maurizio Grimaldi mit einem Schuss, der knapp am langen Pfosten vorbeiging, in Erscheinung. Etwas überraschend endete der erste Durchgang torlos.

Torlos zur Punkteteilung

Die zweite Halbzeit begann ohne Wechsel auf beiden Seiten, dafür aber mit einem Platzverweis. In der 53. Minute zeigte Schiedsrichter Kai Kaltwaßer aus Berlin nach wiederholtem Foulspiel Hüther berechtigterweise die Ampelkarte.

Trotz Unterzahl versteckte sich der GFC keineswegs. Den Duda-Schützlingen wiederum fiel in der Offensive anfänglich nur wenig ein. Nach einem energischen Solo von Johannes Pistol in der 75. Minute konnte Jakubov erstmals nach dem Seitenwechsel sein Können unter Beweis stellen. Danach hatte der 36-jährige Torwart Glück, als Alberico nur den Pfosten traf.

CFC erhöht Druck - aber ohne Happy End

In der Schlussphase agierten die Himmelblauen deutlich druckvoller, ein Lucky Punch sollte allerdings nicht glücken. Für den GFC hatte Nduala mit einem straffen Distanzschuss eine weitere Gelegenheit. Aus der daraus resultierenden Ecke entstand im Fünfmeterraum kurzzeitig absolutes Tohuwabohu, der Ball trudelte aber nicht hinter die Linie.

Letztlich ist die torlose Punkteteilung sowohl für den Chemnitzer als auch den Greifswalder FC zu wenig. Für die Himmelblauen war es das zweite Auswärtsspiel ohne eigenen Treffer. Immerhin: Nach neun Spielen hielt Adamczyk wieder seinen Kasten sauber.

Blick auf die Tabelle und Bedeutung des Remis

Das Unentschieden hilft keinem der beiden Teams entscheidend weiter und verändert die Tabellenkonstellation nur minimal.

Letztes Heimspiel 2025 gegen Luckenwalde

Bevor es in die Winterpause geht, begrüßt der Chemnitzer FC am Samstag, dem 13. Dezember, zum letzten Heimspiel des Jahres den FSV 63 Luckenwalde. Anstoß im "eins-Stadion - An der Gellertstraße" ist um 14 Uhr. CFC-Geschäftsstellenleiter Tommy Haeder wünscht sich noch einmal eine schöne Kulisse: "Wir freuen uns darauf, den Jahresausklang gemeinsam mit unseren Fans im Stadion zu erleben und noch einmal einen besonderen Rahmen für das letzte Heimspiel 2025 zu schaffen."

Das Heimspiel in der vergangenen Saison wurde vor 3.467 Zuschauern durch Treffer von Tobias Müller und Bozic mit 2:0 gewonnen. Das Hinspiel in dieser Saison wiederum verloren die Duda-Schützlinge vor 1.006 Zuschauern im "Werner-Seelenbinder-Stadion" mit 1:2.

 

 

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