CFC: Arbeitssieg gegen Budissa Bautzen

FUßBALL Der Chemnitzer FC siegt 1:0

Die CFC-Negativserie wurde beendet. Nach drei Spielen ohne dreifachen Punktgewinn war der Chemnitzer FC wieder erfolgreich. Vor 4.333 Zuschauern bezwangen die Chemnitzer die Himmelblauen Budissa Bautzen mit 1:0. Das Tor des Tages gegen den Tabellen-Fünfzehnten erzielte Frahn. Trotz Überzahl gab es in der zweiten Halbzeit keinen zweiten Torerfolg. Nach den Vorfällen zum Altglienicke-Heimspiel vor zwei Wochen stand die Partie besonders im medialen Fokus, so war unter anderem Dr. Rainer Koch, Vize-Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), im "Stadion - An der Gellertstraße" zugegen.

Frahn- und Langer-Comeback

CFC-Coach Bergner konnte neben Frahn, der seine zwei Spiele-Sperre abgesessen hatte, auch wieder auf Langer zurückgreifen. Dieser stand nach seiner Verletzung wieder in der Startformation und an der Seite von Grote im defensiven Mittelfeld. Entsprechend fanden sich Campulka und Karsanidis nur auf der Bank wieder. Das Tor hütete - wie schon beim Berliner AK - Winter-Neuzugang Mroß, und dieser musste in der vierten Minuten bereits sein Können bei einem Schuss unter Beweis stellen. Der Spitzenreiter sendete nach 20 Minuten erstmals Gefahr aus und das gleich doppelt. Erst hämmerte Milde an den Pfosten, eine Minute später verzog Bozic aus ähnlicher Position. Weitere gute Möglichkeiten im ersten Durchgang hatten Frahn, Tobias Müller, Hoheneder und Grote.

Wende durch Platzverweis

Der Platzverweis für den Bautzner Ciapa nach wiederholtem Foulspiel in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit spielte den Himmelblauen nach dem Seitenwechsel in die Karten. In der 53. Minute traf Toptorjäger Frahn nach mustergültiger Flanke von Garcia. In der Folgezeit blieben die Bergner-Schützlinge am Drücker. Frahn hatte Pech, als er nur den Pfosten traf. Garcia und Tobias Müller besaßen weitere Chancen, um den zweiten Treffer zu erzielen. Mroß musste im zweiten Durchgang einen einzigen Ball parieren.

Huhn spricht, Fans schweigen

Spieler und Fans wurden vor dem Spiel gegen Budissa Bautzen von einer neuen Stimme begrüßt. Nach der Entlassung von Stadionsprecher Kadner und dem solidarischen Rückzug von Kolliski konnte der Chemnitzer FC die Stimme von Kati Huhn gewinnen. Die erfahrene Moderatorin ist aktuell bei "Radio Brocken" unter Vertrag und zuvor war sie mehrere Jahre bei "Radio PSR" am Abend zu hören.

Bis zur 12. Minute war der zentrale Block der "Südkurve" leergeblieben, danach füllte sich dieser schnell und der lautstarke Support für die Mannschaft begann. Vor der Kurve hing dazu das Transparent: "12 Minuten für den 12. Mann", auf dem weiterhin die drei Vornamen der nach dem Altglienicke-Spiel entlassenen Mitarbeiter der CFC-GmbH standen.

Hoher Besuch und Symbol-Aktionen

Dr. Rainer Koch, Vize-Präsident des Deutschen Fußball Bundes (DFB), verlangte von den himmelblauen Verantwortlichen ein klares Bekenntnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus. In Begleitung von Erwin Bugár, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), Hermann Winkler, Präsident des Sächsischen Fußballverbandes (SFV), sowie Lutz Mende, Vorsitzender im Ausschuss für Prävention und Sicherheit des NOFV, besuchte der DFB-Funktionär das CFC-Heimspiel, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Mehr als symbolische Aktionen - wie die kostenlose Verteilung von Shirts, ein gemeinsames Gruppenfoto beider Teams und einleitende Worte von Thomas Sobotzik, Vorstand für Sport und Finanzen, im 500. Club-Magazin - gab es aber nicht. Der CFC-Vorstand formulierte unter anderem: "Wir distanzieren uns aber ausdrücklich von jeden extremistischen Gedankengut. Dagegen müssen und werden wir uns gemeinsam stark machen." Im weiteren Verlauf wünscht er sich Unterstützung aus Politik und Wirtschaft sowie jedes einzelnen Fans. Im Vorfeld hatte die himmelblaue Mannschaft einen offenen Brief publiziert.