CFC beim FCM chancenlos

Fußball Der Chemnitzer FC verliert 1:3 beim 1. FC Magdeburg

Fotos: Dominic Falke/Stefan Graupner

Das beste Heimteam schlägt die schwächste Auswärtsmannschaft: Der Chemnitzer FC verliert mit 3:1 beim 1. FC Magdeburg - und war nahezu die komplette Spielzeit über chancenlos. Erschwerend kam ein Platzverweis im ersten Durchgang hinzu.

Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen nicht sein: Während der 1. FC Magdeburg zum ersten Mal überhaupt in die 2. Bundesliga aufsteigt, muss der Chemnitzer nach sieben Spielzeiten in der 3. Liga den bitteren Gang in die Regionalliga antreten. Beim traditionsträchtigen Ost-Duell am 37. Spieltag zeigte sich, warum sich die Wege trennen. Die Kulisse in der ausverkauften MDCC-Arena war prächtig.

Die Sorgenfalten auf der Stirn von CFC-Coach David Bergner werden nicht weniger. So hatte er beim FCM Grote zu ersetzen, welcher in der Woche zuvor gegen Preußen Münster seine zehnte gelbe Karte kassierte und folglich pausieren musste. Für ihn rückte Reinhardt in die Startformation. Ansonsten gab es im Vergleich zur Heimniederlage gegen Münster noch eine weitere Veränderung. Koch kam für Leutenecker.

Nach zehn Minuten ging der Gastgeber bereits in Führung. Beck antizipierte die Rückpass-Situation und setzte Kunz unter Druck. Dieser patzte erneut, verlor den Ball an den FCM-Goalgetter vom Dienst, der den Ball nur noch über die Linie schieben musste und damit seinen 100. Treffer für Magdeburg erzielte.

FCM legt via Doppelschlag nach und schont dann Kräfte

Mit einem mustergültig vorgetragenen Spielzug sowie einem perfekt getretenen Freistoß erhöhten die Blau-Weißen in der 18. und 23. Minute auf 3:0. Laprevotte und der Ex-Chemnitzer Türpitz zeichneten sich dafür verantwortlich.

Mit der sicheren Führung und lautstarken Anhänger im Rücken schalteten die Magdeburger einen Gang zurück - und wurden dafür postwendend bestraft: Eine Sumosalo-Flanke köpfte Frahn, der heute als Kapitän die Seinigen aufs Feld führte, zum Ehrentreffer ein. Unmittelbar danach hatte Baumgart nach Solo-Aktion einen passablen Abschluss. Die, wenngleich kurze, gute himmelblaue Phase beendete Sumosalo. Nach wiederholtem Foulspiel erhielt er seine zweite gelbe Karte und flog vom Platz.

Nach dem Seitenwechsel schonten die Magdeburger, die unter der Woche ohne große Mühe mit 3:0 gegen den BSV Ammendorf in das Sachsen-Anhalt-Pokalfinale eingezogen, ihre Kräfte und ließen den Ball laufen. Auf beiden Seiten gab es keine nennenswerten Möglichkeiten.

Das beste Heimteam gab sich gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft keine Blöße und gewann völlig verdient mit 3.1. Mit dem mittlerweile siebten Sieg in Folge verteidigen die Magdeburger den ersten Tabellenplatz. Die Himmelblauen - so viel ist bereits vor dem letzten Spiel gegen den FC Hansa Rostock sicher - werden die Saison als Vorletzter beenden.