CFC-Busfahrer packt nicht nur das Lenkrad an

Fussball Himmelblaue spielen am Mittwochabend bei Fortuna Köln

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Busfahrer Jens Güldner chauffiert den Chemnitzer FC seit Jahren quer durch die Republik. Zu seinem Job gehört es auch, vor der Abfahrt die Kisten mit den Ausrüstungsgegenständen zu verladen. Foto: Knut Berger

Wenn der Chemnitzer FC am Mittwochabend ab 19 Uhr zum Drittliga-Punktspiel bei Fortuna Köln aufläuft, hat Jens Güldner schon einen Hauptteil seiner Arbeit erledigt. Denn er saß am Steuer, als der Mannschaftsbus der Himmelblauen am Dienstagmittag in Richtung Westdeutschland vom Gelände des Sportforums rollte. Zuvor hatte der Chauffeur mit Mannschaftsleiter Torsten Bittermann zwölf große Kisten mit Ausrüstung, Spiel- und Trainingskleidung verladen. Auch Obst sowie das Mittagessen ging mit an Bord. "Ich schätze, dass wir rund sechs Stunden bis zu unserem Ziel benötigen", sagte Güldner vor der Abfahrt.

Training und Übernachtung in Hennef

Bestimmungsort der Reisegruppe war zunächst nicht Köln, sondern die Sportschule Hennef. "Dort übernachten wir nicht nur, sondern werden auch zwei mal trainieren", sagte CFC-Cheftrainer David Bergner. Dass sein Team beim Tabellenfünften erneut eine schwere Aufgabe erwartet, sei ihm klar. "Ich habe verschiedene Spiele von Fortuna auf Video angeschaut und war auch am vergangenen Sonntag in Halle im Stadion, als Köln 3:0 gewann", sagte der Coach.

Die Fortunen seien für ihn das Team der Stunde. "Die Mannschaft ist sehr kompakt, steht in der Abwehr stabil und kann im Angriff sehr schnell umschalten", analysierte Bergner. "Wir wollen dennoch ein unangenehmer Gast sein und versuchen, den Gastgebern die Freude am Fußballspielen zu nehmen".

Marcus Hoffmann muss Saison wohl abhaken

Allerdings muss der Trainer seine Startelf wieder umbauen, denn für Verteidiger Marcus Hoffmann ist die Saison offenbar schon jetzt vorbei. Der Winter-Neuzugang hat sich im Training erneut die Schulter ausgekugelt und muss nun höchstwahrscheinlich operiert werden. "Das ist sehr tragisch und tut mir für Marcus sehr leid. Er hat uns mit seiner Art, Fußball zu spielen, gut getan", sagte Bergner.