CFC: Eine Niederlage zum Verlieben

Fussball Himmelblaue unterliegen dem HSV nach großem Kampf

Die Spieler des Chemnitzer FC haben es am Sonntag leider nicht geschafft in der ersten Runde des DFB-Pokals für eine Überraschung zu sorgen. Das Team von Cheftrainer David Bergner unterlag auf heimischen Rasen dem ambitionierten Zweitligisten Hamburger SV 7:8 (2:2, 2:2, 0:0) nach Elfmeterschießen. Trotz der Niederlage zeigte der CFC eine Leistung, die Mut für kommende Aufgaben machen sollte.

"Alles reingehauen, was wir hatten"

"Kurz nach dem Spiel waren wir natürlich enttäuscht, aber das mussten wir nicht sein. Denn wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft wirklich alles reingehauen, was wir hatten", sagte CFC-Spieler Pascal Itter. Er hatte sicherlich treffend erkannt, dass die Gäste aus der norddeutschen Metropole spielerisch überlegen war. "Wir hatten uns vorgenommen, mit drei, vier Aktionen schnell zu kontern. Dann haben wir auch zwei Tore gemacht", sagte Itter. Matti Langer hatte die Himmelblauen in der 68. Minute 2:1 in Führung gebracht. Zuvor war Dejan Bozic vom Elfmeterpunkt erfolgreich (1:0/57.). Der HSV sorgte mit seinen Treffern ( 1:1/ Hinterseer, 62.) sowie Kittel (2:2/75.) jeweils zügig für den Ausgleich. "Das wir die 120 Minuten von ganz hinten bis ganz vorn leidenschaftlich alles reingeworfen zeigt, dass viel mehr in unserer Mannschaft steckt, als es unser aktueller Punktestand in der Liga aussagt", meinte der Abwehrspieler.

Fans beider Lager sorgen für Aufruhr

Die Hamburger Fans demonstrierten hin und wieder anschaulich, dass sie im Besitz funktionierender pyrotechnischer Erzeugnisse waren. Die Chemnitzer Anhängerschaft machte mit Sprechchören deutlich, dass sie sich mit der Entlassung von Stürmer Daniel Frahn wegen seiner angeblichen Nähe zur rechten Szene nicht identifizieren können. Davon abgesehen erlebten die reichlich 13.000 Zuschauer das erhoffte Fußballfest, dass erst vom Elfmeterpunkt entschieden wurde. " Wir haben von der ersten Minute daran geglaubt, dass mit der Zuschauerunterstützung etwas geht. Wir wussten aber auch, dass wir gegen den HSV sehr viel investieren. Nach der Führung hätte ich mir gewünscht, dass sie länger Bestand gehabt hätte. In der Verlängerung war es eine Frage der Moral und Mentalität. Das hat meine Mannschaft sehr gut gemacht", sagte CFC- Cheftrainer David Bergner.

Flammender Appell des Trainers

Auch wenn es nicht für einen Sieg reichte, habe seine Mannschaft gezeigt, was möglich ist, wenn sie von einer großen Kulisse nach vorn getrieben wird. Und dann hatte Berger noch eine Botschaft an alle. "Wir sollten endlich damit aufhören, uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Vielmehr muss endlich Ruhe einziehen. Ich lade alle ein, zu uns ins Stadion zu kommen, dem Team Vertrauen zu schenken und es zu unterstützen ", fasste Bergner zusammen. Das nächste Heimspiel in der 3. Liga lässt nicht lange auf sich warten. Bereits am Freitag empfängt der CFC ab 19 Uhr den 1. FC Magdeburg.