CFC: Einigung in der Causa Frahn!

Fußball Rechtsstreit zwischen Verein und Stürmer beigeleigt

Überraschende Wende im Frahn-Fall: Chemnitzer FC Fußball GmbH hatte nach der niederschmetternden Niederlage vor dem Chemnitzer Arbeitsgericht, welches die Voraussetzung für eine außerordentliche Kündigung gegenüber dem Spieler Daniel Frahn nicht als erfüllt bewertete, im Dezember noch angekündigt, diese Entscheidung nicht zu akzeptieren und in Berufung gehen zu wollen. Insolvenzverwalter Klaus Siemon meldete sich unmittelbar nach dem Urteil zu Wort und kündigte an: "Wir werden in Berufung und notfalls bis zum Bundesarbeitsgericht gehen." Dieser Schritt ist nun jedoch hinfällig. Denn die CFC Fußball GmbH und Frahn haben den Vertrag, der noch bis Sommer 2021 gegangen wäre, im beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Darüber informierte gestern Frahn emotional seine Facebook-Follower. Ebenso Steffen Wunderlich, Pressesprecher der Himmelblauen, bestätigte es der Deutschen Presse-Agentur.

"Fußballgott" verabschiedet sich mit beeindruckender Bilanz

Auf seinem Facebook-Channel beschreibt er die Zeit seit seiner Suspendierung als "unfassbar schwierig" und wertete diese zugleich auch als eine, "in der ich aber auch viel dazu gelernt habe". Dazu wünschte der 32-Jährige "den neuen Verantwortlichen, der Mannschaft und natürlich EUCH FANS, viel Erfolg und das Beste für die laufende Saison" und erinnerte zudem an "unvergessliche Momente mit der Mannschaft, ein Aufstieg, zwei Pokale, viele Wegbegleiter, die zu wahren Freunden geworden sind."

Für den Chemnitzer FC bestritt der - wie er von den Fans aufgrund seiner beeindruckenden Bilanz gerufen wurde - "Fußballgott" insgesamt 83 Drittliga- und 32 Regionalligaspiele. Dabei gelangen dem Stürmer 54 Tore sowie 19 Vorlagen. Zudem steuerte er zehn Treffer sowie eine Vorlage in elf Sachsenpokalpartien bei. Das einzige DFB-Pokal-Spiel für die Himmelblauen absolvierte er gegen den deutschen Rekordmeister und -pokalsieger FC Bayern München.

Neues Glück bei alter Liebe?!

Wie es fußballerisch für Frahn weitergeht, ist aktuell noch mit einem großen Fragezeichen versehen. Mit der Vertragsauflösung wahrt sich der torgefährliche Stürmer immerhin die Chance, bis zum 31. Januar kurzfristig einen neuen Arbeitgeber zu finden. Eine mögliche Option könnte durchaus der Regionalligist SV Babelsberg 03 sein, bei dem sich der gebürtige Potsdamer seit einigen Tagen auf dem Trainingsplatz fit hält. In der Saison 2009/2010 ist Frahn mit überragenden 29 Toren in 32 Einsätzen maßgeblich am Drittliga-Aufstieg 2010 beteiligt gewesen. Auch der FC Hansa Rostock hatte bereits die Fühler nach Frahn ausgestreckt.