CFC erlebte bewegte 30 Jahre

fussball Himmelblaue spielten einst 2. Bundesliga und sind heute viertklassig

Als Fan des Chemnitzer FC musste man in den vergangenen 30 Jahren durchaus leidensfähig sein. Sicherlich verbuchten die Kicker so manchen Erfolg, doch im gleichen Atemzug ist die Liste mit sportlichen und auch finanziellen Pleiten und Pannen gut gefüllt. Auch wenn mit der deutschen Wiedervereinigung die Fußballregeln gleich blieben, gab es 1990 eine wichtige Veränderung. Denn am 15. Juni 1990 wurde aus dem FC Karl-Marx-Stadt der Chemnitzer FC. Nach dem Vizemeistertitel 1990 wurde der CFC ein Jahr später nach dem Abschluss der Oberligasaison 1991 Fünfter und in die 2. Bundesliga eingruppiert . Dort spielte man immerhin bis 1996. 1993 hätte die Mannschaft Geschichte schreiben können. Im DFB-Pokal schaffte der CFC den Einzug ins Halbfinale, scheiterte dort jedoch an der zweiten Mannschaft von Hertha BSC. In der Saison 1998/99 war es Cheftrainer Christoph Franke, der die Himmelblauen in der Regionalliga Nordost zur Meisterschaft und somit wieder in die 2. Bundesliga führte. Nach zwei Spielserien stiegen die Sachsen aber wieder ab und fanden sich 2006 plötzlich in der Oberliga Süd wieder. Dann war es Coach Gerd Schädlich, der in den Laden wieder sportliche Ordnung und den CFC 2011 in die 3. Liga brachte. Während das Team in der dritthöchsten deutschen Spielklasse kickte, wurde allerdings eine große Baustelle aufgemacht. Das Stadion - An der Gellerstraße wurde bei laufendem Spielbetrieb neu errichtet. In diese Zeit fiel auch ein denkwürdiges Pokalspiel. Zu Hause wurde im August 2014 der Bundesligist FSV Mainz 05 10:9 im Elfmeterschießen bezwungen, nach 120 Minuten hatte es 5:5 gestanden. Da sich Chemnitz nach 1990 mehrmals den Sachsenpokal holte, durften das Team auch im bundesweiten DFB-Pokal regelmäßig ran. So gaben unter anderem Bayern München und Borussia Dortmund ihre Visitenkarten in Chemnitz ab. Schließlich folgte 2016 die Einweihung der neuen Sportstätte.

So richtig gemütlich ist es im Stadion derzeit aber nicht. Schuld daran ist aber nicht nur die Corona-Pandemie. Vielmehr spielt der CFC nach dem Abstieg im Sommer 2020 wieder in der viertklassigen Regionalliga und muss derzeit schwer kämpfen, wieder in die obere Tabellenhälfte einziehen zu können. Und da sind noch die finanziellen Probleme, die beim CFC für Unruhe sorgen. Ein Insolvenzverfahren wurde im Juni 2018 abgeschlossen und ist bis heute nicht beendet.