CFC-Frauen: Landesliga-Spitzenreiterinnen ziehen ins Landespokalfinale ein!

Chemnitzer FC besiegt im Halbfinale Dynamo Dresden mit 3:0.

Chemnitz/Dresden

Die Frauen des Chemnitzer FC spielen bis dato eine sensationelle Spielzeit. In der Landesliga steht das Team von Swen Wolf souverän auf dem ersten Platz – und hat nun nach dem 3:0 über die SG Dynamo Dresden das Finale im „Sachsenlotto-Landespokal“ erreicht. Vor 250 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz neben dem „Rudolf-Harbig-Stadion“ trafen Graf, Mihalyi und Kurz. 2023 standen die CFC-Frauen letztmalig im Endspiel. Das nächste findet am 01. Mai 2026 im Flöhaer „Auenstadion“ statt.

Immer wieder Dynamo

Die SG Dynamo Dresden – souveräner Spitzenreiter in der Landesklasse-Ost – ist für die CFC-Frauen kein unbekannter Gegner. Vor einem Jahr gab es dieses Duell in der „Ausscheidungsrunde“, welches die Himmelblauen mit 4:0 für sich entscheiden konnten. „Wir erwarten auf dem Papier ein Team aus der Landesklasse, das in der Praxis auf gehobenem Landesliga-Niveau auftreten wird. Sie sind eine Einheit, eine gute Mannschaft, die uns das Leben geschlossen schwer machen wollen wird“, sagte CFC-Trainer Wolf und fügte hinzu: „Unser Ziel ist ganz klar, ins Finale zu kommen. Der Pokal ist immer ein besonderer Wettbewerb – da darf man träumen.“

Blitztor der Gräfin

Die CFC-Frauen starteten perfekt in die Partie: Bereits in der ersten Minute zappelte der Ball im Dynamo-Kasten. Verantwortlich dafür war Davina Graf, die kompromisslos abschloss. In der Folgezeit agierten beide Mannschaften sehr konzentriert und standen außerordentlich kompakt. Die Platzbesitzerinnen hatten zwei gute Gelegenheiten, um den Ausgleich in der ersten Halbzeit zu erzielen. CFC-Torfrau Franziska Frohs war jedoch zweimal auf dem Posten, sodass es mit dieser hauchzarten Führung bei frostigen Temperaturen in die Kabinen ging.

Späte Entscheidung, bittere Karten

In der zweiten Halbzeit traten die himmelblauen Spielerinnen mit Chancen in Erscheinung. Lina Hertel, Vanessa Oehmischen, Annabelle Richter und Graf verpassten allesamt die frühzeitige Vorentscheidung. So dauerte es schließlich bis zur 87. Minute, ehe Yella Mihalyi zum 2:0 traf. In der Schlussminute legte die Mittelfeldspielerin noch für die eingewechselte Svenja Graf auf, die den dritten CFC-Treffer zum verdienten Einzug in das Finale im „Sachsenlotto-Landespokal“ beisteuerte.

An diesen können mit CFC-Kapitänin Oehmischen und Goalgetterin Graf zwei wichtige Spielerinnen nicht teilnehmen. Sie erhielten von Schiedsrichter Jonathan Milde jeweils eine gelbe Karte, die leider eine bittere Sperre zur Folge hat. CFC-Trainer Wolf zeigte sich mit der Leistung seines Teams zufrieden und vermisste beim Unparteiischen das notwendige Fingerspitzengefühl.

Mihalyi wünscht sich RasenBallsport II

Am Mittwoch, dem 26. November, stehen sich im zweiten Halbfinale die zweite Mannschaft von RasenBallsport Leipzig und Eintracht Leipzig-Süd gegenüber. Mihalyi hat sich schon festgelegt, gegen wen sie gern spielen möchte: „Für mich persönlich wäre es ein Traum, das Finale gegen RB Leipzig II zu spielen.“ Sollten die RasenBallistinnen erneut ins Finale einziehen, wären die CFC-Frauen automatisch für den DFB-Pokal in der Saison 2025/26 qualifiziert, da Zweitvertretungen nicht teilnahmeberechtigt sind. Es wäre die dritte Pokal-Teilnahme. 2022 schieden die himmelblauen Frauen mit 0:4 gegen Fortuna Köln aus, ein Jahr später verlor man mit 2:6 beim Hegauer FV.

Der Weg ins Landespokalfinale begann in der Ausscheidungsrunde mit einem 14:0 bei BSG Motor Zschopau. In der ersten Hauptrunde folgte ein 3:0 bei der Sportgemeinschaft Leipziger Verkehrsbetriebe, ehe es im Achtelfinale ein 11:0-Schützinnenfest gegen den Heidenauer SV gab. Im Viertelfinale ging es zu den Frauen vom ESV Eintracht Thum-Herold, die 2:0 besiegt wurden.

Landesliga: CFC-Frauen sind das Maß aller Dinge

Neun Spiele, neun Siege – so lautet die beeindruckende Bilanz der CFC-Frauen in der Landesliga. Den Grundstein dafür legte das Team von Swen Wolf in der Sommerpause: „Wir haben in der Vorbereitung bewusst viel an Zweikampfstärke, Intensität und schnellen Entscheidungen gearbeitet. Ich habe das Gefühl, dass wir im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gereift sind. Wir wollen diesmal gleich zum Auftakt ein klares Statement abgeben.“

Derby-Erfolge gegen Aue & Zwickau

Und so sollte es auch kommen. Denn die Saison fing mit dem Derby beim FC Erzgebirge Aue und einem echten Paukenschlag an. Bereits nach vier Minuten brachte Davina Graf die himmelblauen Farben in Führung. Im weiteren Spielverlauf erzielte die 18-jährige Mittelstürmerin zwei weitere Tore. In den letzten beiden Jahren verpasste die Goalgetterin von Dienst knapp die Torjägerinnenkanone: „Natürlich wäre es ein Traum, diese zu holen. Aber am Ende zählt, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind und auf Kurs Richtung Meisterschaft bleiben.“ Am Ende hieß es 6:0. Mit eben diesem Ergebnis wurde am zweiten Spieltag ebenso der DFC Westsachsen Zwickau besiegt. Lina Hertel traf aus 25 Metern zur sehenswerten Führung. „Das Traumtor von Lina war der Knotenlöser – danach haben wir deutlich besseren Fußball gespielt, schöne Tore erzielt und den Gegner dominiert“, fasste Wolf das erste Heimspiel zusammen.

CFC-Trainer Wolf: „Für uns zählt die Konstanz über die gesamte Saison.“

Gegen Angstgegner SSV Stötteritz musste CFC-Torfrau Franziska Frohs zum ersten Mal hinter sich greifen. Den Pausenrückstand wussten aber Juliette Leuschner, Nancy Kiesewalter und Marlen Jaschke zu drehen. Nach dem 8:1-Heimsieg gegen Roter Stern Leipzig kletterten die Himmelblauen erstmalig auf den ersten Platz. Zuvor hatte diesen – aufgrund des besseren Torverhältnis – die Frauen des Bischofswerdaer FV inne. Das Ortsduell gegen den SV Eiche Reichenbrand wurde mit 5:0 gewonnen. Mittelfeldspielerin Yella Mihalyi erzielte zwei Tore. CFC-Trainer Wolf formuliert das Entwicklungsziel: „Für uns zählt nur das nächste Spiel und die Konstanz über die gesamte Saison.“

CFC-Torhüterin Frohs: „Unser Strafraum ist unsere Privatsphäre.“

Bei der zweiten Mannschaft des 1. FFC Fortuna Dresden setzte sich das nahtlos fort es gab mit dem 7:0 ein neuerliches Schützinnenfest. Kurz der Pause traf Graf – nach mustergültiger Vorlage von CFC-Kapitänin Vanessa Oehmichen – zum erlösenden Führungstreffer. Es folgten zwei Heimspiele, die jeweils gewonnen werden konnten: Beim 2:0 gegen die BSG Chemie Leipzig trafen Graf und Michelle Lieschke. Beim 8:0 gegen den 1. FFC Chemnitz steuerten Graf und Mihalyi einen Dreierpack bei. Gegen den stark und mutig spielenden Aufsteiger SpVgg Dresden-Löbtau siegtendas Wolf-Team mit 5:0. CFC-Torhüterin Franziska Frohs ist damit seit fünf Ligaspiel ohne Gegentor: „Wir bezeichnen unseren Strafraum als unsere Privatsphäre – da hat niemand etwas zu suchen, der dort nicht hingehört.“

Noch drei Ligaspiele in diesem Jahr

Die CFC-Frauen absolvieren im Fußballjahr 2025 noch drei Spiele. Die Rückrunde startet mit dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (30.11, 14 Uhr), ehe es eine Woche später nach Zwickau zum DSC Westsachsen (07.12, 13:30 Uhr) geht. Am dritten Advent reist Rotation Leipzig (14.12., 14 Uhr) nach Chemnitz. Das bisherige Fazit fällt positiv aus: „Ich bin mit den ersten Wochen sehr zufrieden. Wir haben unser Spiel weiterentwickelt – mehr Ballbesitz, mehr Tempo mit Ball, mehr Handlungsschnelligkeit. Wir sind wacher, fitter und spielstärker als in den Vorjahren“, so Wolf.

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