CFC-Frauen: Riesige Vorfreude auf zwei Premierenspiele & eine ganze Saison!

Im ersten Heimspiel der DFB-Pokal-Historie treffen die Frauen des Chemnitzer FC auf Blau-Gelb Marburg. In der ersten Regionalliga-Partie geht es zu Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Dazu konnte eine neue Kooperation geschlossen werden.

Chemnitz

Hinter den Frauen des Chemnitzer FC liegt eine intensive und fordernde Vorbereitung auf die erste Regionalliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte. Bevor in der dritthöchsten Spielklasse allerdings der Ball rollt, steht die Play-off-Runde im DFB-Pokal an. Zum ersten Mal wurde dem Team von Trainer Swen Wolf dabei ein Heimspiel zugelost. „Wir können vor unseren eigenen Zuschauern antreten und wissen, welche Energie uns das geben kann. Das haben wir beispielsweise im Hinspiel der Aufstiegsspiele erlebt“, blickt der CFC-Trainer auf das Pokalspiel gegen Blau-Gelb Marburg am Sonntag, dem 16. August. Anstoß auf dem „Sportplatz Neubauernweg“ ist um 12 Uhr. „Wenn wir auch im Pokal viele Zuschauer begrüßen und gemeinsam eine besondere Atmosphäre schaffen können, wäre das natürlich großartig.“

Hessische Double-Siegerinnen gastieren in Chemnitz

Für die CFC-Frauen ist es – nach den Auswärtsspielen bei Fortuna Köln und dem Hegauer FV – die dritte Teilnahme an diesem Wettbewerb. Mit den Marburgerinnen gastiert ein Verein in Chemnitz, welcher in der vergangenen Saison den Hessenpokal gewonnen sowie den ersten Platz in der Hessenliga belegt hat, jedoch nicht aufsteigen wollte. „Vielleicht ist der Name des Gegners nicht jedem sofort ein Begriff, aber davon dürfen wir uns nicht täuschen lassen. Marburg hat eine eingespielte Mannschaft und bringt definitiv Qualität mit. Wir werden einen sehr guten Tag brauchen, um weiterzukommen. Deshalb sehe ich uns in diesem Duell eher in der Außenseiterrolle“, bewertet Wolf die himmelblauen Chancen. Annabelle Richter und Silja Bäßler werden ihm nicht zur Verfügung stehen. Davina Graf, die in Hegau das erste DFB-Pokal-Tor überhaupt erzielte, befindet sich nach einer leichten Verletzung auf dem Weg der Besserung und soll bis zum Spiel wieder fit werden.

Vier Rasen-Ballsportlerinnen schließen sich dem CFC an

Mit Elaine Gleixner, Julie-Ella Groß sowie Leni und Lana Preuß wechselten vier Spielerinnen aus der U17 bzw. U20 von RasenBallsport Leipzig nach Chemnitz. Außerdem verstärkt Alexandra Wingender den Kader. „Wir haben sehr talentierte Spielerinnen dazubekommen, die technisch hervorragend ausgebildet sind und nun ihre nächsten Schritte im Frauenfußball machen sollen. Insgesamt steckt großes Potenzial in unserer Mannschaft“, betont Wolf. Einen Anteil daran haben auch Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs. Mit U17-Spielerin Milena Richter und Maxine Lenz rücken zwei Talente auf. „Wir haben uns als Verein in den vergangenen Jahren eine hohe Attraktivität erarbeitet“, findet der 53-Jährige lobende Worte für die starke Entwicklung. Demgegenüber ist ein Abgang zu verzeichnen: Lorelai Ferkau schließt sich der BSG Chemie Leipzig an.

Intensive & fordernde Vorbereitung

Vor dem offiziellen Trainingsauftakt arbeiteten die Spielerinnen eigenständig einen zweiwöchigen individuellen Trainingsplan ab. Der Grund: „Die Vorbereitung ist deutlich intensiver und fordernder als in den vergangenen Jahren. Mit drei gemeinsamen Einheiten auf dem Platz und einer zusätzlichen individuellen Einheit haben wir die Belastung erhöht“, fasst der CFC-Trainer die Vorbereitung zusammen und benennt zudem: „Die größte Aufgabe besteht aktuell darin, die Mannschaft zusammenzuführen.“ Im ersten Testspiel gegen den TSV Barmke aus Niedersachsen klappte das noch nicht vollumfänglich und es setzte eine 3:6-Niederlage. Leni Preuss, Svenja Kurz und Lenz erzielten die himmelblauen Tore.

CFC-Trainer Wolf: „Unser Ziel ist der Klassenerhalt.“

Den zweiten freundschaftlichen Vergleich gewannen die CFC-Frauen mit 7:1 gegen Eiche Reichenbrand. Graf steuerte einen Doppelpack bei. Einfach trafen CFC-Kapitänin Vanessa Oehmichen, Nancy Kiesewalter, Jennifer Menzl sowie Lana und Leni Preuß. Beim Vereinsturnier des Liga-Konkurrenten 1. FFV Erfurt besiegte die Wolf-Elf den Gastgeber durch einen Treffer von Chayenne Eulitz mit 1:0. Gegen die SG Dynamo Dresden mussten sie sich hingegen mit 0:1 geschlagen geben. „Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, erklärt CFC-Trainer Wolf und fügt hinzu: „Gleichzeitig wollen wir uns mit unserer Art, Fußball zu spielen, in der Regionalliga etablieren. Wir werden unseren mutigen und intensiven Spielstil nicht aufgeben, sondern zeigen, dass wir auch auf diesem Niveau konkurrenzfähig sein können.“

Start in die Regionalliga & den Landespokal

Am Sonntag, dem 23. August, startet für die Frauen des Chemnitzer FC die Premierensaison in der Regionalliga-Nordost gegen den SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf. Der Anstoß auf der „Sportanlage Niederheide“ ertönt um 15 Uhr. Eine Woche später bestreiten die CFC-Frauen ihr erstes Heimspiel. Zu Gast auf dem „Sportplatz Neubauernweg“ sind um 14 Uhr die Aufsteigerinnen des FSV Babelsberg 74. Im „Sachsenlotto Landespokal“ steigen die Himmelblauen in der zweiten Runde ein und treten beim DFC Westsachsen Zwickau an. Gespielt wird am Sonntag, dem 27. September, um 14 Uhr auf dem „Sportplatz Auerbach“. In der letzten Landesliga-Saison verloren die Wolf-Spielerinnen das Auswärtsspiel mit 0:1. „Wir stehen am Anfang dieser Reise, müssen uns als Mannschaft weiter finden, aber ich habe richtig Lust auf die kommenden Wochen“, freut sich Wolf, der in seine fünfte Spielzeit mit den CFC-Frauen geht.

Neuer Bildungspartner für den himmelblauen Nachwuchs

Mit dem „B&T Bildungsteam Chemnitz“ gewinnt das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zur Saison 2026/27 einen neuen Bildungspartner. Von dieser Kooperation profitieren gleichfalls die Spielerinnen der Frauen- und Juniorinnenabteilung. Im Mittelpunkt steht eine professionelle Lernunterstützung, die sich nach den individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Zielen der Nachwuchstalente richtet. Brigitte Deutsch, Inhaberin des B&T-Bildungsteams, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem CFC: „Umso schöner ist es, unsere pädagogische Erfahrung künftig auch zur Förderung unseres Nachwuchses in der Sportstadt Chemnitz einbringen zu können. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass Schule und Leistungssport erfolgreich miteinander vereinbar sind.“

CFC-NLZ: „Unsere Aufgabe endet nicht auf dem Fußballplatz.“

Die Nachhilfeangebote ergänzen das bestehende Bildungsnetzwerk des NLZ. „Unsere Aufgabe endet nicht auf dem Fußballplatz“, betont Moritz Messer, Leiter Entwicklung des Nachwuchsleistungszentrums des Chemnitzer FC, und sagt weiter: „Wir möchten unsere Spieler und Spielerinnen auf ihrem gesamten Weg begleiten und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre sportliche und schulische Entwicklung bieten. Mit dem B&T-Bildungsteam haben wir einen weiteren kompetenten regionalen Partner dafür gewonnen.“


Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich