CFC-Frauen scheiden im DFB-Pokal gegen Marburg aus

Zum dritten Mal nahmen die Frauen des Chemnitzer FC am DFB-Pokal teil - und zum dritten Mal musste sich die Wolf-Elf geschlagen geben. Der Trainer selbst verfolgte das Spiel als Zuschauer.

Chemnitz

Die Frauen des Chemnitzer FC haben die Playoff-Runde im DFB-Pokal nicht überstanden. Vor 200 Zuschauern auf dem „Sportplatz Neubauernweg“ verlor das Team von Swen Wolf mit 0:6 gegen Blau-Gelb Marburg. Die Gästinnen aus Hessen nutzten die himmelblauen Fehler eiskalt aus. „Wir sind schon sehr bedient, weil wir das, was wir vor hatten, nicht umsetzen konnten“, sagte der CFC-Trainer und fügte hinzu: „Denn in den nächsten Wochen wird es keineswegs leichter.“

CFC-Trainer muss in die Zuschauerrolle schlüpfen

Beim letzten Auftritt im DFB-Pokal gegen den Hegauer FV sah Wolf die gelb-rote Karte und war nun deswegen gesperrt. Die erste sah der 53-Jährige damals wegen Meckerns, die zweite, weil er eine Trinkflasche auf die Tartanbahn bugsierte. Als Zuschauer verfolgte er die Partie und konnte keinen Einfluss nehmen. Daniel Richter - aktuell Trainer der himmelblauen U13 - schlüpfte ausnahmsweise in die Rolle des Trainers der CFC-Frauen. Neben Yella Mihalyi, die aus beruflichen Gründen fehlte, zog sich unter der Woche Lana Preuß eine Knöchelverletzung zu. Weiterhin fehlte Annabelle Richter.

Spielfreudige Sportfreundinnen aus Marburg

Blau-Gelb Marburg stellte in der vergangenen Saison mit 73 erzielten Toren die stärkste Offensive sowie mit gerade einmal zehn kassierten Gegentoren die beste Defensive in der Hessenliga und war damit das Maß der Dinge – und das zeigte sich von Anfang an. In der 18. Minute half allerdings die Schiedsrichterin nach und zeigte nach einem vermeintlichen Foulspiel von Amelie Bär auf den Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte Janina Hutera abgezockt. Acht Zeigerumdrehungen später erhöhte Lara Maria Schuermann, die der herausgeeilten Franziska Frohs den Ball abluchste, auf 2:0. Kurz vor der Pause schoss Ann-Katrin Kundermann mit einem straffen Schuss in den Winkel das dritte Tor. „Das war schon eine Brutalität vor dem Tor. Sechs Tore aus acht Torschüssen ist schon krass und für uns natürlich ein herber Rückschlag“, konstatierte Wolf. Für die CFC-Frauen hatte Maxine Lenz die einzige gute Gelegenheit.

CFC-Frauen kassieren halbes Dutzend

Nach dem Seitenwechsel kam Davina Graf in die Partie. Die torgefährliche Stürmerin konnte allerdings nach ihrer leichten Verletzung keine Akzente setzen. Schuermann und Hutera erzielten jeweils in der zweiten Halbzeit noch einen Doppelpack. Für den 0:6-Endstand sorgte Hannah Maria Nickel. „Wir haben im Spielaufbau viel zu leicht den Ball verloren sowie einfache Fehlpässe produziert, das wird auf solch einem Niveau eiskalt bestraft“, fasste CFC-Trainer Wolf das DFB-Pokal-Spiel zusammen. „Wir haben nur reagiert und viel zu selten agiert. Das ist ein Lernprozess, den wir in den kommenden Wochen und Monaten vor allem arbeiten müssen.“ CFC-Kapitänin Vanessa Oehmischen sagte nach dem Spiel: „Wir sind aktuell noch nicht richtig eingespielt, das gilt auch für die neue Mitte im Mittelfeld, heute waren die Lücken zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen viel zu groß, das müssen wir zukünftig verbessern.“

Auftaktspiele in das Abenteuer Regionalliga

Das erste Spiel in der Regionalliga-Nordost für die Frauen des Chemnitzer FC findet am Sonntag, dem 23. August, beim SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf statt. Der Anstoß auf der „Sportanlage Niederheide“ erfolgt um 15 Uhr. Eine Woche später gastieren um 14 Uhr auf dem „Sportplatz Neubauernweg“ die Aufsteigerinnen vom FSV Babelsberg 74. Die CFC-Frauen haben sich das Ziel Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben.


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