CFC: Gedanken zurück, Blick nach vorn!

Bilanz Mit Partie gegen Rostock enden sieben Jahre dritte Liga

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Die Fans werden dem CFC auch in Liga 4 die Treue halten. Foto: Harry Härtel

Aus Gründen der Wettbewerbsgerechtigkeit wird der letzte Spieltag der dritten Fußball-Liga am Samstag einheitlich auf allen Plätzen 13.30 Uhr angepfiffen. Leider steht seit Wochen fest, dass diese finale Begegnung für den Chemnitzer FC keinerlei sportliche Bedeutung besitzt. Denn spätestens nach der Beantragung der Insolvenz und dem damit verbundenen Abzug von neun Punkten war der Abstieg der Himmelblauen besiegelt.

Saison gedanklich schon abgeschlossen

Aber auch für Gegner Hansa Rostock geht es in den 90 Minuten nur noch um die goldene Ananas. Im Saisonverlauf konnte die Ostsee-Städter einige Wochen gar mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga liebäugeln. Doch nach einigen sieglosen Spielen war dieser Traum auch geplatzt. Dennoch erleben alle Zuschauer, die diese Partie verfolgen werden, einen denkwürdigen Tag.

Denn mit dem Duell aus alten DDR-Oberligazeiten geht in Chemnitz auch eine Ära zu Ende, die im Mai 2011 begonnen hatte. Damals stand die alte Fischerwiese Kopf. Aus heutiger Sicht beachtliche 12.837 Fans waren Augenzeugen des 1:0-Siegs des CFC über den eigentlich als Aufstiegsaspiranten Nummer eins gehandelte RB Leipzig. Schütze des goldenen Tores war Benjamin Förster, als Trainer agierte Gerd Schädlich, der die Mannschaft anschließend in der 3. Liga etablierte. Auf ihn folgten Karsten Heine und Sven Köhler auf der Trainerbank.

Nach dem Spieltag ist Schluss

Als Horst Steffen im vergangenen Sommer das Kommando übernahm, waren längst dunkle Wolken über dem Sportforum aufgezogen. David Bergner kam im Januar und versuchte mit dem, was ihm zur Verfügung stand, das Beste zu machen. Das Resultat aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht ist bekannt. Auch wenn die Verträge bis 30. Juni datiert sind, wird die aktuelle Mannschaft nach dem Rostock-Spiel auseinandergehen. "Nach dem letzten Spieltag ist Schluss", sagte Chefcoach Bergner.

Wie es nun mit dem Traditionsclub weiter gehen soll, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden. Geplant ist, dass der Chemnitzer FC künftig in der Regionalliga auflaufen wird. Dazu braucht er eine schlagkräftige Mannschaft. Denn so viel steht jetzt schon fest: In der vierten Liga warten keinesfalls nur Feierabendfußballer auf die Himmelblauen.