Der Chemnitzer FC hat das Bezirksderby gegen den FC Erzgebirge Aue mit 3:1 gewonnen. Baumgart sorgte mit einem Doppelpack vor 13.101 Zuschauern im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ für den 2:0-Pausenführung. Der Drittliga-Absteiger konnte nach dem Seitenwechsel letztlich nur durch Bär verkürzen, bevor Fesser mit dem Schlusspfiff alles klarmachte. Da in der kommenden Woche der Ball in der Regionalliga-Nordost nicht rollt, absolviert der CFC ein Testspiel gegen Glauchau.
Ohne Veränderung in den Bezirksderby-Fight
CFC-Trainer Duda sagte vor dem Bezirksderby: „Dieses Spiel wird nicht allein durch Taktik entschieden: Wir müssen es mit Herz und Nieren angehen, klug und clever bleiben, gleichzeitig aber mit maximaler Intensität und Emotionalität auftreten.“ Dafür schickte der 38-Jährige jene elf Akteure aufs Feld, die beim Halleschen FC in der Vorwoche 0:0 spielten.
Dazu gehörte ebenso Roman Eppendorfer, der mit einer speziellen Maske auflief. Martial Ekui und Leonhard von Schroetter stehen weiterhin nicht zur Verfügung.
Eine Schweigeminute für Vereinslegende & kurzweilige Anfangsviertelstunde
Vor dem Anpfiff gedachte der Chemnitzer FC dem am Donnerstag verstorbenen Peter Müller. Das Mitglied der Meistermannschaft des FC Karl-Marx-Stadt wurde 79 Jahre alt. Nach der emotionalen Schweigeminute machten sich beide Vereine für die Reform „Meister müssen aufsteigen!“ stark.
Die Himmelblauen, die mit einem Trauerflor aufliefen, begannen nervös und produzierten leichtfertige Ballverluste. Erst kam FCE-Stürmer Marcel Bär zu einem Abschluss, danach Simon Skarlatidis zu einer scharfen Flanke. Nach einem Eckball trat Devin Angleberger mit einem straffen Distanzschuss in Erscheinung, welcher geblockt werden konnte.
In der 13. Minute legte CFC-Linksverteidiger Ken Tchouangue den Turbo ein und holte einen Freistoß heraus, den Domenico Alberico allerdings leichtfertig vergab.
Baumgart mit einem eiskalten Doppelpack
In der Folgezeit trat der Drittliga-Absteiger mit einer besseren Spielanlage auf und hatte in der 19. Minute durch Tim Maciejewski den nächsten Abschluss. Der 25-jährige Offensivspieler schoss aus 20 Metern über das Tor von David Richter, der bis dato noch keinen Ball parieren musste. Seine Vorderleute taten sich lange Zeit schwer.
In der 32. Minute wurde Jonas Marx am Fünfmeterraum von Bastian Strietzel von den Beinen geholt. Routinier Tom Baumgart übernahm die Verantwortung und traf sicher vom Elfmeterpunkt. Für den 28-jährigen Mittelfeldspieler war es das erste Saisontor. In der 40. Minute legte der gebürtige Freiberger erst mit einem Distanzschuss nach, ehe er – am langen Pfosten lauernd – den Ball zum 2:0 über die Linie drückte. FCE-Schlussmann Max Uhlig griff an der Alberico-Ecke vorbei.
Skarlatidis zündet & Bär verkürzt auf 1:2
Zündeten die 1.500 Gästefans in der ersten Halbzeit mehrfach pyrotechnische Erzeugnisse, so flogen direkt nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit aus dessen Block allerhand Tennisbälle auf den Rasen. Dort hatte Marx sofort den dritten Treffer auf dem Fuß. Der Schuss des 21-jährigen Stürmers verfehlte sein Ziel denkbar knapp.
In der 53. Minute träumte die himmelblaue Defensive bei einem kurz ausgeführten Eckball. Skarlatidis zündete gedankenschnell und fand im Zentrum mit Bär den Abnehmer. Für den 34-jährigen Stürmer war es das zweite Saisontor.
Richter & Co. holen zweiten Derby-Sieg in dieser Saison
Alberico sorgte nach dem Gegentor für den ersten entlastenden Angriff. Auf der Gegenseite hatte Bär den Ausgleich auf dem Kopf. Den Aufsetzer wusste CFC-Torwart Richter zu parieren. Gleiches galt für die gute Gelegenheit von Maciejewski.
Auf der anderen Seite hielt FCE-Schlussmann Uhlig einen satten Schuss sowie eine flache Hereingabe des eingewechselten David Vogt. Final verteidigten die Duda-Schützlinge aufopferungsvoll und entschieden die Hitzeschlacht mit 3:1 durch Fesser in der Schlussminute. Nach dem 3:1 gegen den FSV Zwickau ist es der zweite Bezirksderby-Sieg in Folge.
Dennoch wollte nach dem Schlusspfiff keine Party-Stimmung aufkommen: Durch einen Notarzt-Einsatz im Bereich der Gegengerade verwandelte sich die himmelblaue Jubelorgie schnell in andächtige Stille.
Testspiel gegen Glauchau in der ligaspielfreien Zeit
Da das nächste Spiel in der Regionalliga-Nordost erst am Dienstag, dem 25. August, gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig ausgetragen wird, hat der Chemnitzer FC für die spielfreie Zeit ein Testspiel vereinbart. Am Mittwoch, dem 19. August, gastiert der VfB Empor Glauchau im „eins-Stadion - An der Gellertstraße“.
Beim Oberligisten stehen mit den beiden Torhütern Mike Ebersbach und Cedric sowie den Feldspielern Tom Fischer, Levi Klose, Dario Tomoski und Philipp Sovago sechs Kicker im Kader, welche im himmelblauen Nachwuchsleistungszentrum groß geworden sind.
Der Anstoß erfolgt um 19 Uhr. 50 Prozent der Ticketeinnahmen kommen direkt wichtigen Projekten des Nachwuchsleistungszentrums und der Frauenmannschaft zugute.
Statistik:
CFC: Richter - Eppendorfer, Löhmannsröben, Slamar, Tschouangue - Stockinger (46. Vogt), Geipl, Baumgart - Grimaldi (67. Fesser), Marx (76. Berlinski), Alberico
FCE: Uhlig - Burghardt, Strietzel, Kapp, Kokovas (46. Wagner) - Angleberger, Lisek - Skarlatidis (67. Pauling), Queißer (67. Kamm), Maciejewsji (76. Heidrich) - Bär
Tore: 1:0 Baumgart (32.), 2:0 Baumgart (41.), 2:1 Bär (53.), 3:1 Fesser (90.+6)
Zuschauer: 13.101
Schiedsrichter: Kaltwaßer
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