CFC glückt Titelverteidigung!

FUSSBALL Die Himmelblauen gewinnen zum elften Mal den Sachsenpokal.

Eilenburg. 

Eilenburg. Der Chemnitzer FC ist seiner Favoritenrolle im Endspiel des "Wernesgrüner Sachsenpokals" gerecht geworden. Die Himmelblauen besiegten den FC Eilenburg mit 2:1 und verteidigten damit ihren Titel aus dem Vorjahr. Vor 1.000 Zuschauern - darunter 250 CFC-Anhänger - im "Ilburg-Stadion" brachten Breitfelder und Freiberger den Regionalligisten in Führung, Hache konnte für den Oberligisten noch verkürzen. Die Himmelblauen treffen nun im DFB-Pokal auf die TSG Hoffenheim und dürfen sich über einen niedrigen sechsstelligen Betrag freuen.

Pokal-Zoff im Vorfeld

Der FC Eilenburg wollte mit einem Eilantrag beim "Sächsischen Fußballverband" (SFV) die Aufhebung der Gelbsperren für Torjäger Tim Bunge und Außenverteidiger Philipp Sauer erwirken. Der Oberligist verwies auf die Pokal-Spielordnung und den 30. Juni, an dem die Sachsenpokalsaison offiziell endete. Damit gehören die Sperren der vergangenen Spielzeit an und müssen folglich annulliert werden. Dieser Antrag wurde vom SFV kurzfristig verhandelt, allerdings abgelehnt. Das Juni-Datum ist aus einem zweiten Grund interessant: Denn wenn die letzte Saison als Maßstab gilt, dann dürften keine Spieler aufgestellt werden, die nach dem 30. Juni verpflichtet worden sind. Auf eine entsprechende Anfrage des SFV hat der CFC mit einer Absage reagiert.

Lattenglück & Führungstreffer für Himmelblaue

Daniel Berlinski, dem - bis auf Zickert, der aufgrund einer Knieverletzung fehlte - alle Akteure zur Verfügung standen, stärkte im Vergleich zur Heimniederlage gegen Viktoria Berlin seine Offensive. Anstelle einer Vierer- bot er eine Dreierkette auf. Für Vidovic rückte Aigner in die Startformation. Außerdem spielte Freiberger für Bekö. Über dessen rechte Seite ging sehr viel und er besaß zudem zwei kleinere Möglichkeiten. Auf der Gegenseite bereitete Kummer dem CFC erste Sorgen. In der 13. Minute hämmerte er einen Schuss aus 25 Metern an den Querbalken. Die Himmelblauen taten sich gegen die defensiv kompakt stehenden Eilenburger zumeist schwer. In der 40. Minute konnte der Abwehrriegel endlich gebrochen werden: Köhler legte mustergültig für Breitfelder auf, der - wie schon gegen Inter Leipzig - den CFC in Front brachte.

Freiberger erhöht, Hache antwortet

Die Himmelblauen hielten in der zweiten Halbzeit das Spielzepter weiterhin in der Hand und damit die Eilenburger vom eigenen Tor fern. Trotz guter Möglichkeiten schaffte der Titelverteidiger keine frühzeitige Vorentscheidung. Campulka köpfte nach Milde-Freistoß über das Tor, Breitfelder hatte Pech und traf nur den Pfosten. In der 64. Minute wurde Freiberger im Strafraum gelegt, den berechtigten Strafstoß vergab Müller. Naumann, welcher in der Jugend bei den himmelblauen spielte, parierte und hielt damit seine Mannschaft im Spiel. In der 71. Minute zappelte der Ball dann zum zweiten Mal im Eilenbugrer Kasten. Freiberger köpfte nach präziser Bickel-Flanke zum 2:0 ein. Die Eilenburger gaben sich jedoch nicht geschlagen und kamen in der 78. Minute durch Hache zum Anschlusstreffer. Am Ende blieb es beim hart umkämpften 2:1 für den CFC.

Wiedersehen mit "Penne"

Der Chemnitzer FC trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf die TSG Hoffenheim und damit auch auf einen alten Bekannten. Denn in den Reihen des Europa-League-Teilnehmers steht Philipp Pentke, der von 2009 bis 2015 das himmelblaue Tor hütete und ein starker Rückhalt war. Anfang des Jahres debütierte der gebürtige Freiberger in der 1. Bundesliga und stand vier Spiele im Tor der Kraichgauer.

In der Saison 2008/2009 gab es bereits das Duell zwischen dem CFC und der TSG. Gegen den damals frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteiger unterlagen die Himmelblauen vor 6.758 Zuschauern im "Stadion - An der Gellertstraße" denkbar knapp mit 0:1. Den entscheidenden Treffer konnte Ibisevic erst in der 77. Minute erzielen.