CFC-Gremien kündigen ihren Rückzug an

Chemnitzer FC Voraussetzungen für einen Neuanfang sind geschaffen

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Foto: Harry Härtel

Der Chemnitzer FC zieht personelle Konsequenzen aus seiner wirtschaftlichen Schieflage. Am Mittwoch gaben Vorstand und Aufsichtsrat des Vereins bekannt, dass sie ihre Ämter zu Beginn des neuen Jahres zur Verfügung stellen, wo auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die zukünftigen Verantwortungsträger abgestimmt werden soll. Bis dahin bleiben die beiden Gremien im Amt, um eine rechtliche Vertretung des Vereins sicherzustellen. Die Funktionäre tragen damit Verantwortung für den und die entstandene Situation. Vorher soll den Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am Montag Rede und Antwort gestanden werden. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Hänel erklärte dazu: "Ich trage persönlich schwer an der entstandenen Lage. Ich stehe zu meiner Verantwortung und sehe mich gleichzeitig in der Pflicht, alles zu tun, damit ein Neustart des CFC gelingt."

Neben der personellen Neuaufstellung des Vereins hat die konsequente Umsetzung der Empfehlungen des Sanierungs- und Konsolidierungsgutachtens oberste Priorität, um die wirtschaftliche Lage des CFC zu stabilisieren. Als weitere Maßnahme haben Vorstand und Aufsichtsrat daher beschlossen, den kaufmännischen Geschäftsführer Dirk Kall zum Vorsitzenden der Geschäftsführung zu berufen. So soll sichergestellt werden, dass alle Aktivitäten und Maßnahmen unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Die kaufmännische Betriebsführung und das Finanzcontrolling des CFC übernimmt in Zukunft der Energieanbieter eins.

Auch für die Entscheidung der Stadträte über die Bereitstellung von 1,26 Millionen Euro könnte der Schritt der Vereinsoberen ein wichtiges Signal sein. Diese hatten nach den Gesprächen zwischen Verein und den einzelnen Fraktionen personelle Veränderungen gefordert.