CFC mit schmeichelhaftem Sieg beim Schlusslicht

Der Chemnitzer FC hat bei Hertha Zehlendorf seinen vierten Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. Gegen die Berliner siegten die Sachsen mit 2:1.

Berlin

CFC-Sportdirektor Chris Löwe hatte auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend von der Mannschaft gefordert, sich mit einem Sieg gegen Zehlendorf Schwung für das Spiel des Jahres gegen den ewigen Rivalen aus dem Erzgebirge zu holen – und das hat, zumindest wenn man das Ergebnis betrachtet, geklappt. Denn der Chemnitzer FC hat das Auswärtsspiel bei Hertha Zehlendorf mit 2:1 gewonnen. Vor 379 Zuschauern auf dem „Ernst-Reuter-Sportfeld“ drehten Marx und Felix Müller für die Himmelblauen den Rückstand, für welchen Doll sorgte. Am Mittwoch muss gegen den FC Erzgebirge Aue zwingend eine Leistungssteigerung her.

CFC-Trainer Duda wünscht sich: „Ein Erfolgserlebnis.“

Gegen Hertha Zehlendorf standen dem himmelblauen Fußballlehrer wieder mehr Personal zur Verfügung. So kehrte Roman Eppendorfer nach seiner Gelbsperre gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC wieder in die Startformation auf. In dieser tauchen mit Daniel Adamczyk und Johannes Pistol zwei weitere Akteure auf. David Wunsch, Anton Rücker und U19-Spieler Pepe Philipp rückten stattdessen raus. Während Martial Ekui und Julius Bochmann auf der Bank Platz nahmen, fehlten weiterhin sowohl Dejan Bozic und Maurizio Grimaldi als auch CFC-Kapitän Tobias Müller und Niklas Erlbeck. CFC-Trainer Benjamin Duda sagte vor dem Spiel: „Wir brauchen am Freitag dieses Erfolgserlebnis – konkret heißt das ein Auswärtssieg beim Tabellenletzten. Es wäre unheimlich wichtig für die Stimmungslage im Verein und in der Mannschaft. Es gibt im Fußball keinen Ersatz für Siege.“

Unglücklicher Start: Alberico verschießt Elfmeter

Die Duda-Schützlinge erhielten nach vier Minuten einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Jonas Marx im Strafraum leicht geschubst wurde. Da mit Bozic der etatmäßige Schütze fehlte, übernahm Domenico Alberico die Verantwortung. Allerdings versagten dem 27-jährigen Offensivspieler die Nerven. Hertha-Schlussmann Alexios Dedidis, der nach seiner Rotsperre wieder zwischen den Pfosten stand, ahnte die Ecke und packte sicher zu. Für die Platzbesitzer hatte Nasuhi-Noah Jones nach elf Zeigerumdrehungen den ersten harmlosen Abschluss.

Schlusslicht kombiniert sich zur verdienten 1:0-Führung

Das Spiel blieb anschließend auf bescheidenem Niveau. Erst in der 34. Minute nahm es wieder etwas an Fahrt auf. Verantwortlich dafür war überraschenderweise das Schlusslicht, welches einen ansehnlichen Ball spielte und sich schön zur verdienten 1:0-Führung kombinierte. Nach feiner Vorlage von Shinji Yamada schob Nikas Doll den Ball aus sieben Metern an Daniel Adamczyk vorbei und erzielte damit sein viertes Saisontor. Aus dem Gästeblock war daraufhin ein „Kämpfen & Siegen!“ zu hören.

Marx gleicht vor der Pause

Die Himmelblauen wurden anschließend aktiver und kamen mit Alberico zu einer ersten Gelegenheit nach dem Rückstand. Die zweite oblag Marx - und dieser spitzelte den Ball am herausgeeilten Dedidis vorbei und schob den Ball ins leere Tor. Für den 21-jährigen Angreifer war es das vierte Saisontor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Tom Baumgart noch einen passablen Abschluss.

Felix Müller trifft vom Elfmeterpunkt zum schmeichelhaften 2:1-Auswärtssieg

In der zweiten Halbzeit geschah bis zur 60. Minute nichts, ehe Hertha-Torwart Dedidis Baumgart ungestüm umboxte. Schiedsrichter Paul Drößler aus Gotha musste damit zum zweiten Mal auf den Elfmeterpunkt zeigen. Diesmal macht es Felix Müller besser und schoss wuchtig in die Ecke. Für den Innenverteidiger war es das erste Saisontor. In der Schlussphase drängten die Zehlendorfer auf das Unentschieden, allerdings wusste Adamczyk die vier Möglichkeiten mit guten Paraden zu vereiteln. Am Ende blieb es beim schmeichelhaften 2:1-Auswärtssieg, wodurch der CFC vorübergehend auf dem siebten Platz steht.

Spiel des Jahres für die Himmelblauen

Am Mittwoch, dem 22. April, findet im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ das Halbfinale im „Wernesgrüner Sachsenpokal“ zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue statt. Der Anstoß ertönt um 20:30 Uhr vor höchstwahrscheinlich vollem Haus. Die Himmelblauen vermeldeten 12.500 verkaufte Tickets, von denen die Gäste ihr Kontingent von 2.138 Karten innerhalb von 42 Minuten absetzen konnten. Ergo gehen noch knapp 2.000 Tickets in den freien Verkauf. Der CFC weist diesbezüglich darauf hin, dass Personen mit erkennbaren Fanutensilien des Gastvereins keinen Zutritt zum Heimbereich erhalten. Vor einem Jahr siegte Aue mit 2:0, 2023 musste sich der Drittligist Löwe und Co. mit 0:3 geschlagen geben. „Die Jungs wissen, was am Mittwochabend auf dem Spiel steht, und sind – auch ohne außerirdische Leistung – in der Lage, zu gewinnen“, so der CFC-Sportdirektor.

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