CFC: Nachwuchs und Fans rücken noch näher zusammen

Fussball Himmelblaues Sommerfest lockt mehr als 500 Gäste

Am vergangenen Samstag fand im Nachwuchsleistungszentrum des Chemnitzer FC e.V. das erste "Himmelblaue Sommerfest" statt - und diese Premiere glückte. Mehr als 500 Gäste schauten über den Tag verteilt auf dem Neubauernweg vorbei und nutzen bei strahlendem Sonnenschein die Möglichkeit, den verschiedenen Jugend-Mannschaften des CFC beim Spielen zuzuschauen, selbst sportlich aktiv zu werden oder einfach nur ein kühles Getränk zu genießen. "Wir sind mit dem Ergebnis absolut glücklich, die Organisation verlief reibungslos, es gab keine Zwischenfälle, und auch das Wetter hat wunderbar mitgespielt", fasst Tim Strathe, Manager für Organisation und Finanzen im Förderverein, die Premiere "mit seinen vielen Highlights" zusammen. Die Erlöse durch den Verkauf von Getränken, Speisen und Fanartikeln sowie Spenden werden über den Förderverein allesamt für die Unterstützung des Nachwuchsleistungszentrums verwendet.

Titel und Geschenke für den himmelblauen Nachwuchs

Der Nachwuchs des Chemnitzer FC e.V. erhielt im Laufe des Tages zwei Titel: Erst wurde die U11 nach dem Sieg gegen VfB Fortuna Chemnitz vom Kreisverband als Chemnitzer Kreismeister, anschließend die U12 nach dem Sieg gegen den Jugendförderverein Elster-Röder vom Sächsischen Fußballverband (SFV) mit dem Landesklasse-Titel ausgezeichnet. Die himmelblauen Nachwuchsmannschaften schlossen zum ersten Mal bei einer gemeinsamen Veranstaltung die Saison ab, dazu erhielten die Juniorinnen und Junioren vom "Fanszene Chemnitz e.V." ein kleines Geschenk. "Die Nachwuchskicker sollten heute ein Gefühl für den Zusammenhalt innerhalb des Vereins bekommen. Um dies zu unterstreichen und als Zeichen der Wertschätzung gab es für sie ein symbolisches Präsent", erklärt Markus Müller, Sprecher des "Fanszene Chemnitz e.V."

FCK-Legenden plaudern aus dem Nähkästchen

Ein Höhepunkt war zweifelsfrei die Podiumsdiskussion mit den beiden FCK-Legenden Frank Sorge und Christoph Franke. Diese spielten sich innerhalb von 30 Minuten mehrfach den Ball zu und plauderten aus dem Nähkästchen. "Wir waren ein Tandem, Frank war der Heißsporn, ich eher der Ruhepol", scherzte Franke direkt zu Beginn und erinnerte an ihre gemeinsame Zeit als Spieler des FC Karl-Marx-Stadt. Jedoch stand nicht nur die glorreiche Vergangenheit im Fokus, sondern ebenso die Gegenwart. Beide lobten die Möglichkeiten und Bedingungen, die Talente in Chemnitz erhalten, um sich entwickeln können. Dass der Sprung von den Junioren zu den Profis möglich ist, haben jüngst Tim Campulka und Erik Tallig gezeigt. Und geht man einen Schritt weiter zurück, fallen sofort die Namen Steinmann, Ballack und Löwe. "Auch heute müssen die Jungs ihren Weg gehen, immer an sich glauben und dürfen dabei niemals die Liebe zum Spiel verlieren", betont Frank Sorge.

Großes Interesse beim Fahnenmaltag

Von 9 und 16 Uhr fand das von der "Kulturhauptstadtbewerbung Chemnitz 2025" geförderte Mikroprojekt "Kreativer Fahnenmaltag - Gelebte Fankultur" im Zelt statt. Im Vorfeld hatten die beiden Fanprojekt-Mitarbeiterinnen und Fanszene-Vertreter*innen bereits mehr als 20 verschiedene Motive mit Stadt- und Vereinsbezug konzipiert sowie kleine und große Schwenkfahnen- und Doppelhalterrohlinge vorgenäht. Am Ende des Tages entstanden über 120 individuelle und mit viel Liebe gestaltete Fahnen. "Die Resonanz war überwältigend, es war eigentlich immer jeder Malplatz vergeben", freut sich Fanszene-Vorstand Philipp Uhlig über das große Interesse.

Vor allem die Augen der Kinder strahlten stolz, als diese mit ihren ersten selbstgemalten Fahnen fertig waren. Aber auch ältere CFC-Fans nahmen das Angebot wahr und den Pinsel in die Hand. Positiv wurde ebenfalls die Entwicklung von kleinen Fahnen mittels Siebdruckverfahren angenommen. "Der Fahnenmaltag war eine rundum gelungene Aktion", resümiert Franziska Junker, Fanprojekt-Leiterin, und bedankt sich stellvertretend für das "AWO Fanprojekt Chemnitz" bei allen Mitveranstaltern und Förderern.

Fans vermissen Spieler

Die Hoffnung war groß, wurde aber am Ende leider nicht erfüllt: Aufgrund des engen Zeitplans am Trainingsauftakttag fehlten die Bergner-Schützlingen die ganze Zeit über. "Das ist natürlich schade gewesen, aber das möchten wir gern im nächsten Jahr korrigieren und die Nachwuchskicker und Profis an einem Tag zusammenführen", blickt Tim Strathe optimistisch voraus.

Denn in einem sind sich Organisatoren, Funktionäre, Trainer und Eltern einig: Das "Sommerfest" muss sich im himmelblauen Kalender etablieren. "So etwas auf die Beine zu stellen, ist in der gegenwärtigen Situation keine Selbstverständlichkeit. Umso schöner ist es, dass das Konzept griff und wir sehr viele zufriedene und positiv gestimmte Menschen erlebt haben. Wenn der Verein und sein Nachwuchs überleben sollen, was wir alle wollen, dann müssen wir das aus meiner Sicht so pflegen und fortführen", bekräftigt der CFC-Vorstandsvorsitzende Andreas Georgi.

 

Am Samstag fanden dazu folgende Ligaspiele und sowie internen Duelle auf dem Neubauernweg statt:

Chemnitzer FC U8 gegen FSV Klaffenbach/Adorf - 6:2

Chemnitzer FC U10 gegen VTB Chemnitz - 12:6

Chemnitzer FC U11 gegen VfB Fortuna Chemnitz - 15:5

Chemnitzer FC U12 gegen Jugendförderverein Elster-Röder - 6:3

Chemnitzer FC U17-Juniorinnen gegen SpVgg. Dresden-Löbtau - 4:0

Das interne Duell der U9-Teams endete 10:10 und das zwischen der U13 und U14 5:5.