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CFC-Pleite bei Chemie Leipzig!

FUSSBALL Das dritte Spiel in einer Woche endete für die Himmelblauen mit einer verdienten 0:2-Niederlage

Leipzig. 

Leipzig. Nach zwei deutlichen Siegen gegen den FSV 63 Luckenwalde und Bischofswerdaer FV 08 musste sich der Chemnitzer FC am 13. Spieltag der BSG Chemie Leipzig geschlagen geben. Nach torloser erster Halbzeit drehte der Gastgeber auf und schlug mit einem Doppelschlag nach der Pause eiskalt zu. Kirstein und Mvibudulu zeichneten sich dafür verantwortlich. Dank einer Sondergenehmigung durften 999 Zuschauer im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark zugegen sein. Gästeanhänger waren keine zugelassen.

Punktspielpremiere: CFC gegen Chemie

Auch gegen die BSG Chemie Leipzig wollten die Berlinski-Schützling etwas Zählbares mitnehmen. Gegen den Drittplatzierten schickte der CFC-Coach die Siegermannschaft aus Bischofswerda aufs Feld, welche dort den ersten Auswärtssieg der Saison feiern konnte. Bickel kehrte zudem nach Erkältung als Option wieder auf die Bank zurück. Campulka fehlte hingegen; der 21-Jährige erhielt vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) eine Sperre für drei Meisterschaftsspielen. Der CFC wird diesbezüglich fristgerecht in Berufung gehen, um eine Reduzierung zu erreichen. Nach der Neugründung der BSG Chemie Leipzig stehen sich beide Mannschaften zum ersten Mal in einem Punktspiel gegenüber. 2013 traf man allerdings schon einmal im Sachsenpokal-Achtelfinale aufeinander.

Torloser, hektischer erster Durchgang

Die Himmelblauen versuchten sofort das Kommando zu übernehmen, während die grün-weißen Gastgeber kompakt in der Defensive standen. In der siebten Minute flog ein Milde-Freistoß vor das Chemie-Gehäuse. Die erste gefährliche Chance der Partie oblag Breitfelder, der nach 20 Minuten quer in der Luft lag. Sein Schuss konnte unmittelbar vor der Linie noch geklärt werden. Die Chemiker kamen nach einer halben Stunde dann besser in die Partie, allerdings zu keinerlei nennenswerten Möglichkeiten. Kurz vor der Pause kam Hektik auf: Schiedsrichter Jens Klemm verteilte auf jeder Seite eine gelbe Karte. Nach rüdem Einsteigen gegen BSG-Schlussmann Bellot wurde Shala verwarnt, bei den Gastgebern war es Wendschuch nach Foulspiel an Aigner.

Doppelschlag - Chemie knipst kaltschnäuzig

Wie zu erwarten, kamen die Grün-Weißen druckvoll aus der Kabine und beinahe zur Führung. Nach einem Eckball klatschte ein Schuss von Zurek an den Pfosten. Vier Minuten später patzte Milde bei einem Rückpass auf Jakubov und brachte so Fassbender ins Spiel. Jedoch konnte er den Ball nicht am himmelblauen Torwart vorbeischieben. Die dritte Chance innerhalb kürzester Zeit zappelte schließlich im CFC-Netz. Kapitän Hoheneder verlor in der 56. Minute dilettantisch den Zweikampf gegen Kirstein, welcher Jakubov umkurvte und ins leere Tor zum 1:0 traf. Für den Mittelstürmer war es der erste Saisontreffer. Die geschockten CFC-Kicker kassierten in der 62. Minute den zweiten Gegentreffer. Mvibudulu traf zum siebten Mal in dieser Saison. Trotz das Berlinski mit Bickel, Bekö, Ogbidi, Dartsch und Köhler frische Kräfte brachte, waren die Offensivbemühungen rar gesät. Mehr als ein gefährlicher Freistoß, der an Freund und Feind und am langen Pfosten vorbei segelte, sowie Lattenschuss von Kurt gab es nicht.

Regionalliga-Nordost pausiert im November

Für den Chemnitzer FC war das Spiel bei der BSG Chemie Leipzig das vorerst letzte Spiel, denn ab Montag, den 02. November, setzt der Amateursport - entsprechend der behördlichen Anordnungen und Maßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie - aus. "Die Regionalliga Nordost gilt als erste Amateurspielklasse und muss somit ebenfalls pausieren", erklärte NOFV-Präsident Erwin Bugar. Im Laufe der kommenden Woche soll eine Konferenz zwischen dem Verband und allen Vereinen Klarheit darüber schaffen, wie es perspektivisch weitergehen soll. Zur Disposition steht unter anderem die Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs, welcher den Teams aus Brandenburg scheinbar möglich ist, allerdings denen in Sachsen und Berlin nicht gestattet wird, sowie die Thematik Geisterspiele.

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