CFC präsentiert Anti-Rassismus-Beauftragten

Fanarbeit Chemnitzer FC stellt sich breiter auf

Daniel Maaß wird ab sofort für die neugeschaffene Stelle des Anti-Rassismus-Beauftragten für den Chemnitzer FC tätig sein.

 

Daniel Maaß ist seit 2010 für den Bayerischen Fußball-Verband als Konfliktmanager tätig. Fortan wird sich der 47-Jährige auch um die Anti-Rassismus-Arbeit des Chemnitzer FC kümmern.

"Als der CFC auf mich zukam, war sofort klar, dass ich helfen möchte. Konflikte und Probleme mit Rassismus gibt es leider immer wieder. Sie tauchen überall auf, nicht nur in Sachsen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber alle haben eines gemeinsam: Sie müssen benannt und mit voller Überzeugung angegangen werden. Genau das wollen wir gemeinsam tun", erklärte Daniel Maaß.

Neben der Erstellung eines Konzeptes für die Anti-Rassismus-Arbeit des CFC wird Maaß auch in beratender Funktion tätig sein. Zudem versteht sich die Position auch als Anlaufstelle für Betroffene und Aussteiger.

 

"Baustein im Kampf gegen Rechtsradikalismus"

 

"Die neue Stelle des Anti-Rassismus-Beauftragten ist ein weiterer Baustein im Kampf gegen Rechtsradikalismus. Wir stehen als CFC vor einer großen Herausforderung. Sie soll auch den zahlreichen CFC-Fans, die Rassismus genauso ablehnen wie wir, wieder mehr Sicherheit geben. Wir wollen die vielen engagierten Fans, denen zuletzt oft das Sprachrohr oder das Vertrauen fehlte, nicht allein lassen. Die breitere Aufstellung soll auch den kommunikativen Austausch verbessern. Herr Maaß wird uns mit seiner Expertise aus dem In- und Ausland voranbringen", sagte Klaus Siemon, Insolvenzverwalter des Chemnitzer FC.

Mit der Schaffung der Stelle des Anti-Rassismus-Beauftragten kommt der Verein einer Auflage des Sportgerichtsurteils des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) nach.