CFC-Saisonbilanz: Die Tabelle lügt nicht

Fußball CFC braucht mehr Konstanz für die 2. Liga

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Derartige Jubelszenen sah man in der abgelaufenen Saison beim CFC zu selten. Foto: Harry Härtel

Chemnitz. Eine der vielen Fußballweisheiten sagt aus, dass die Tabelle nicht lügt, schon gar nicht nach dem letzten Spieltag. Und dort ist der Chemnitzer FC in der 3. Fußball-Liga nach 38 Spieltagen mit 52 Punkten und 54:51 Toren auf dem 8. Rang notiert.

Nur Liebäugeln reicht nicht

Dies bedeutet Mittelmaß und ist zu wenig, um jubeln zu können. Zwar wurde vor dem Saisonstart immer wieder das Erreichen der 45-Punkte-Marke als Hauptziel ausgegeben, doch schnell wurde mehr oder weniger offiziell mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga geliebäugelt.

Den verpassten die Himmelblauen, weil sie keine konstanten Leistungen auf den Rasen brachten und als Mannschaftsverband, so hatte man den Eindruck, längst nicht als Einheit auftraten. Es wäre viel zu einfach sich bei der Ursachenforschung allein auf den Trainerstab zu beschränken. Die Kicker sollten sich lieber selbstkritisch hinterfragen, warum es nicht mit einer besseren Platzierung geklappt hat.

Innere Unruhen und Finanznöte

Auf den direkten Aufstiegsplatz fehlten am Ende 15 Punkte. "Wenn man gewisse Ziele verfolgt, muss man auch an einem Strang ziehen. Aber aus meiner Sicht waren unter anderem die Fronten zwischen Trainer und Spielern verhärtet", sagte der neue Sportvorstand Steffen Ziffert.

Zudem wurde Ende 2016 bekannt, dass der Traditionsclub mit enormen finanziellen Problemen zu kämpfen hat, die bis heute noch nicht abschließend geklärt sind. Immerhin sorgte die Mannschaft noch für ein versöhnliches Ende und einen Erfolg, der in mehrfacher Hinsicht wichtig ist.

Denn das Team holte durch einen 2:1-Sieg bei Lok Leipzig den Landespokal nach Chemnitz. Damit konnte der CFC die Saison immerhin mit einen Titel abschließen. Zudem qualifizierte sich die Mannschaft für die erste Runde des DFB-Pokals. Dieser ist aus sportlicher und finanzieller Sicht äußerst lukrativ.