CFC-Saisonbilanz - Teil 1: Was trotz tabellarischem Durchschnitt große Hoffnung für die neue Spielzeit macht

Der Chemnitzer FC stand nach dem ersten Spieltag auf dem siebten Platz – und beendete die Spielzeit schlussendlich auch auf eben diesem. Dazwischen lag eine Saison der Durchschnittlichkeit.

Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat aufgrund eines starken Saisonendspurts mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen die Spielzeit 2025/26 in der Regionalliga-Nordost mit dem siebten Platz (51 Punkte – 14 Siege, 9 Unentschieden, 11 Niederlagen) noch abschließen und damit das Ergebnis aus dem Vorjahr (50 Punkte, 12 Siege, 14 Unentschieden, 8 Niederlagen) minimal verbessern können.

Bei den erzielten Toren (von 38 auf 56) wurde deutlich zulegt. Bei den Gegentoren (von 25 auf 52) lässt sich eine gegensätzliche Entwicklung konstatieren. Dessen ungeachtet gibt es Dinge, die für die kommende Saison Mut machen. Dazu gehörten explizit die Neuverpflichtungen aus dem Sommer 2025.

Starke Heimspiele gegen Spitzenmannschaften

Der CFC zeigte im heimischen „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ gegen die Spitzenmannschaften der Liga überzeugende Leistungen. Neben dem Meister 1. FC Lokomotive Leipzig (3:0) besiegten die Duda-Schützlinge weiterhin den Halleschen FC (3:0), den FSV Zwickau (3:2) und den FC Carl-Zeiss Jena (4:1). Gegen den FC Rot-Weiß Erfurt (0:4) wiederum setzte es die höchste Heimniederlage.

Alle Tore fielen in der ersten Halbzeit. Die Zweitvertretungen aus Magdeburg (2:4) und Berlin (0:1) nahmen aus Chemnitz ebenfalls die volle Punktzahl mit. CFC-Kapitän Tobias Müller wusste das mit einem Last-Minute-Tor gegen den FSV Luckenwalde (3:3) zu verhindern. Gleiches galt für die Elfmeter-Tore von Dejan Bozic gegen den BFC Preussen und den BFC Dynamo. Beide Duelle endeten 1:1.

Erfahrene Torschützen & torgefährliche Neuzugänge

Apropos Bozic: Der 33-jährige Stürmer hat mit 15 Toren die meisten geschossen und ist damit erneut der erfolgreichste CFC-Torschütze in dieser Saison. Neben den neun sicher verwandelten Elfmetern ist sicherlich sein Viererpack im Heimspiel gegen den SV Babelsberg (5:1) in Erinnerung geblieben.

Mit Tobias Müller (5 Tore) und Tom Baumgart (4 Tore) steuerten außerdem zwei erfahrene Mittelfeldstrategen weitere Treffer bei. Besonders ins Rampenlicht schossen sich die Neuzugänge Maurizio Grimaldi (6 Tore), Domenico Alberico (5 Tore) und Jonas Marx (5 Tore). Rechtsverteidiger Johannes Pistol war dreimal erfolgreich. Tobias Stockinger traf zwar nur zweimal, lieferte aber mit acht die meisten Vorlagen.

Auswärtsschwäche & Abwehranfälligkeit

Waren die Himmelblauen in der letzten Saison auswärts schwer zu schlagen, sah es in dieser Spielzeit ganz anders aus. Denn aus drei sind auf einmal stattliche acht Auswärtsniederlagen geworden. Neben der höchsten beim FSV Zwickau (0:4) verlor der CFC zudem erstmals im brandenburgischen Luckenwalde (1:2).

In Halle (1:3) wiederum war das Spiel nach drei Standardgegentoren bereits zur Pause entschieden. Die fünf Auswärtssiege gelangen in Meuselwitz (4:1), Babelsberg (1:0), Magdeburg (1:0), Altglienicke (2:1) und Zehlendorf (2:1).

Hielt Daniel Adamczyk in der vergangenen Spielzeit in 17 Partien seine Kiste sauber, waren es dieses Jahr ganze zehn Spiele weniger. Ein unbestreitbarer Faktor war das kurzfristige Karriereende von Robert Zickert aus gesundheitlichen Gründen.

Der regionalliga-erfahrene Innenverteidiger war der Fels in der defensiven Brandung sowie ein Führungsspieler, der vor allem die Viererkette dirigierte und stabilisierte. Sein Fehlen zeigte sich letztlich in der Anfälligkeit der Abwehr sowie der damit verbundenen Anzahl an Gegentoren.

Zuschauerzuspruch wächst weiter

Die Himmelblauen konnten erneut ihren Zuschauerschnitt steigern. Diesmal waren durchschnittlich 5.390 Zuschauer im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ zugegen – und damit immerhin sechs Fans mehr als in der Vorsaison.

Die meisten verfolgten das Jubiläumsspiel gegen die Lok‘sche (10.249), danach reihten sich die Traditionsduelle mit Chemie Leipzig (8.143) und dem FSV Zwickau (7.362) ein. Gegen Hertha II, BFC Preussen, Luckenwalde und Hertha Zehlendorf kamen weniger als 4.000 Zuschauer. In der Zuschauertabelle bleibt der Chemnitzer FC auf dem sechsten Platz. Besser in dieser Wertung sind Jena (7.645), Halle (7.267), Erfurt (7.156), Lok Leipzig (6.352) und hauchzart der FSV Zwickau (5.396).

Rekordsachsenpokalsieger wird wieder im Halbfinale gestoppt

Im Halbfinale des „Wernesgrüner Sachsenpokals“ kam es erneut zum Aufeinandertreffen mit dem FC Erzgebirge Aue, welches wie schon vor einem Jahr mit 0:2 verloren ging. 14.658 Zuschauer verfolgten im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ das bittere Ausscheiden gegen den Erzrivalen.

In den Runden zuvor hatte sich der CFC gegentorfrei gegen den FC Blau-Weiß Leipzig (7:0), VfB Annaberg 09 (3:0), Reichenbacher FC (6:0) und den FC Grimma (1:0) durchgesetzt. Zuletzt stand der Rekordsachsenpokalsieger 2023 im Finale, 2022 holte er letztmalig den Pott.

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