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Der Chemnitzer FC möchte in der kommenden Saison Teil der Spitzengruppe sein. Foto: Marcus Hengst Bild: Marcus Hengst
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Der Chemnitzer FC hat die Vorbereitung auf die Regionalliga-Spielzeit 2026/27 - nach zuvor beachtlichen Ergebnissen - mit einer 1:4-Niederlage gegen Greuther Fürth II beendet. BLICK.de-Redakteur Marcus Hengst sprach mit CFC-Trainer Benjamin Duda über das Trainingslager, die Testspiele und Aufstiegsaspiranten.
BLICK: „ Hallo Benjamin, hinter Dir und Deiner Mannschaft liegen schweißtreibende Wochen der Vorbereitungen. Hand aufs Herz: Wie intensiv war diese Zeit?“
Duda: „Die Saisonvorbereitung ist immer eine sehr intensive Zeit, alleine wegen des Umfangs. Wir hatten jetzt fünfeinhalb Wochen Vorbereitung. In diesen maximal zwei Tage am Stück frei – und das auch nur einmal. Uns ging es vor allem darum, das ganze Spiel abzubilden, unsere Spielidee zu implementieren, aber auch im fußballkonditionellen Kontext die Mannschaft topfit zu machen. In der Tat waren das schweißtreibende, aber auch total freudbetonte, energetische Trainingseinheiten. Hinzu kamen Team-Events und Testspiele. Insgesamt können wir mit der Saisonvorbereitung zufrieden sein.“
BLICK: „ Nach zwei Testspielen seid ihr direkt vier Tage ins Trainingslager nach Österreich gefahren. Wie wertvoll war diese Zeit für das größtenteils neu zusammengestellte Team?“
Duda: „Es war eine unheimlich wertvolle Zeit, wo ich dem Verein gegenüber auch dankbar bin, dass das so möglich war. Weil das gerade in diesem Setting – wir geben der Mannschaft ein neues Gesicht – schon sehr bedeutsam und auch ein wesentlicher Schritt vorwärts im zwischenmenschlichen Bereich sowie in der Kultur und Atmosphäre der Gruppe gewesen ist. Wir haben vieles richtig gemacht, vom Timing, vom Standort und ebenso vom Ablauf her: weniger Fußball zu trainieren und uns mehr auf den Aspekt des Team-Buildings zu fokussieren.“
BLICK: „ Die Testspiel-Bilanz sah bis zur Generalprobe durchweg positiv aus. Den Bundesligisten vom 1. FC Union Berlin hattet ihr am Rande einer Niederlage, und gegen Schweinfurt sowie Unterhaching habt ihr souveräne Zu-Null-Siege eingefahren. Zum Schluss setzte es ein 1:4 gegen Fürth II. Wie bewertest Du die Ergebnisse?“
Duda: „So absurd es klingt, aber aus dem torlosen Unentschieden gegen Meuselwitz konnten wir relevante Erkenntnisse ziehen. Es ist nicht ganz unwichtig, auch mal minimal zu stolpern, in Rückstand zu geraten, vielleicht sogar eine Niederlage – wie im letzten Testspiel gegen die zweite Mannschaft von Greuther Fürth – zu analysieren. Trotzdem – und das habe ich den Jungs auch gesagt – reden wir nach den fünfeinhalb Wochen lieber positiv und haben ein stark vorbereitetes Gefühl im Sinne von „Wir sind ready!“, als dass wir jetzt von irgendwelchen Schwierigkeiten, Verletzten oder Unruhen im Sinne der Bildung der neuen Mannschaft sprechen müssen. Von daher: Feuer frei mit dem klitzekleinen Aber. Der Liga-Alltag wird natürlich noch einmal etwas ganz, ganz anderes, aber wir fühlen uns bereit und es wird Zeit, dass es losgeht.“
BLICK: „ Bis auf Leonhard von Schroetter, sind alle Deine Spieler gesund durch die Vorbereitung gekommen: Gibt es welche, die Dich besonders beeindruckt, sich in den Fokus gespielt haben?“
Duda: „Beeindruckend ist erst einmal ein großes Wort, ich glaube, da gehören dann tatsächlich auch eine gewisse Anzahl an Ligaspielen dazu, um davon zu sprechen. Trotzdem hat es mir imponiert, wie die Neuzugänge sich vom ersten Tag an sofort ins Gruppengefüge integriert und etabliert haben. Gerade unsere älteren Spieler aus dem Mannschaftsrat haben sofort die Dinge selbstständig geregelt und beeinflusst – und damit eben eine gewisse Kultur und Atmosphäre des Gewinnens, des Leistens geschaffen. Wir haben die Mannschaft gezielt potenziell verbreitert und verstärkt. Das heißt: Wir haben in den Profilen bessere Spieler dazugewonnen – und das fühlt sich in diesem Gesamtkontext sehr gut an. Jetzt geht es darum, zu liefern und gerade im Streckenverlauf der ersten fünf Spiele maximal zu punkten und sich in einen Flow zu spielen, um daraus dann den Saisonstart weiter zu gestalten.“
BLICK: „ Welche Rolle möchtest Du mit Deinen Schützlingen in der kommenden Saison spielen?“
„Unser Saisonziel ist eindeutig: Wir wollen an unser Leistungsmaximum gehen und ambitioniert den Wettbewerb annehmen, um so lange wie möglich Teil der Spitzengruppe zu sein und mit den dort stehenden Teams zu konkurrieren. Es geht dabei aber nicht darum, irgendwelche Parolen zu proklamieren, die uns dann auf die Füße fallen. Vielmehr geht es darum, dass die Saison - auch aus Sicht der Fans und ihrer Energie – länger geht als zuletzt. Wir wollen nicht mehr um die berühmte goldene Ananas spielen.“
BLICK: „ Letzte Frage: Wer sind für Dich die Top-Favoriten um den Aufstieg in die dritte Liga?“
„Aus meiner Perspektive sind die Top-Favoriten Altglienicke, Halle und Jena. Wir spielen in der stärksten Regionalliga, da fällt die Prognose wirklich schwer. Denn es kann nach zwölf Spieltagen locker drei, vier, fünf andere Klubs geben, die diese Tabellenplätze innehaben. Aufgrund der Kaderzusammenstellung, der jüngsten Vergangenheit, der Vorbereitung sowie der starken Rückrunde der Hallenser sind das meine drei Klubs.“
BLICK.de dankt für das ausführliche und aufschlussreiche Interview und wünscht den Himmelblauen eine erfolgreiche Regionalliga-Saison 2026/27!
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