CFC unterstützt Schulprojekt weiterhin

ENGAGEMENT Patenschaftsvertrag mit Burgstädter "Diesterwegschule" erneuert

Burgstädt. 

Burgstädt. Der Chemnitzer FC und die Burgstädter "Diesterwegschule" haben ihren Patenschaftsvertrag, der erstmals 2011 geschlossen wurde, jüngst erneuert. Siegfried Rümmler, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Chemnitzer FC e.V., sowie Michael Reichardt, Geschäftsführer der Chemnitzer FC Fußball GmbH, unterzeichneten diesen im Beisein von Lars Naumann, Bürgermeister der Stadt Burgstädt, Susann Peschel, Ansprechpartnerin für das "Netzwerk für Demokratie und Courage e.V." im Regionalkoordination Chemnitz, sowie zahlreichen Schülerinnen und Schülern und verwiesen dabei auf die Bedeutung dieser Patenschaft hin.

Trauerzeremonie im März 2019 wurde ausgewertet

Nach den Ereignissen rund um den 9. März 2019 stand diese auf dem Prüfstand. Nach konstruktiven Gesprächen mit der Schulleitung, der Schülervertretung und Eltern wurde sich mit einem klarem Votum darauf verständigt, die bestehende Patenschaft fortzuführen und diese fortan mit gemeinsamen Aktionen und Besuchen zu intensivieren. "Deshalb haben wir uns entschieden, den aktuellen Vertrag kurz vor dem gemeinsamen zehnten Jahr zu erneuern und damit symbolisch einen Startschuss für eine lebhaftere Patenschaft zu setzen", betonte Siegfried Rümmler. Axel Heinke, Lehrer an der "Diesterwegschule" und Ansprechpartner für die Patenschaft, ist glücklich darüber und möchte "den CFC bei den Bemühungen gegen Rassismus und Intoleranz unterstützen und stärken". Die Patenschaft hat dabei das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vom Verein "Aktion Courage e.V." als Grundlage gewählt, dass jedwede Diskriminierungsform von Menschen strikt ablehnt. Patenschaftsverträge soll es perspektivisch auch mit Chemnitzer Schulen geben.

CFC-Fans solidarisieren sich mit ehemaligem Jugendspieler

Beim Heimspiel gegen den Halleschen FC haben sich CFC-Fans auf der Gegengerade mit dem Hertha-Kicker Jordan Torunarigha solidarisiert und als Zeichen einen kleinen Banner, auf dem die Rückennummer "25" und "Jordan" zu lesen war, aufgehangen. Der 22-Jährige, der in seiner Jugend für die Himmelblauen spielte und 2006 in das Nachwuchsleistungszentrum von Hertha BSC Berlin gewechselt war, wurde jüngst im DFB-Pokal beim FC Schalke 04 von Anhängern der Königsblauen rassistisch beleidigt. "Dieses Banner ist ein klares Bekenntnis unserer Fans - und das nicht nur, weil Jordan in Chemnitz geboren wurde und er wie sein Vater für den CFC gespielt hat. Wenngleich der Anlass ein abscheulicher ist, freue ich mich sehr über das öffentliche Statement und die damit verbundene Solidarisierung mit Jordan Torunarigha. Das Bewusstsein für die Probleme durch Ausgrenzung, Intoleranz und Rassismus ist da", erklärt Siegfried Rümmler und blickt zudem bereits voraus: "Der CFC wird künftig weiter daran anknüpfen und weitere Angebote schaffen, beziehungsweise bereits begonnene Projekte fortführen, um dieses Bewusstsein noch mehr zu schärfen."