CFC verliert Abstiegskrimi im Sachsenderby!

Fussball FSV Zwickau ringt die Himmelblauen mit 2:1 nieder.

Zwickau. 

Zwickau. Abpfiff nach 95. umkämpften Minuten und rot-weißes Feuerwerk außerhalb des Stadions: Der FSV Zwickau hat das Blatt im Kampf um den Klassenverbleib in der 3. Liga durch einen eminent wichtigen 2:1-Heimsieg gegen den Chemnitzer FC gedreht und den sächsischen Kontrahenten auf den Abstiegsplatz verwiesen. Huth köpfte die Seinigen in der "GGZ-Arena" nach der Pause in Führung, Itter antwortete mit einem Fernschuss. Könnecke tat es ihm sechs Minuten vor Abpfiff gleich und erzielte das siegbringende Tor - und sorgte damit dafür, dass der FSV zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele hintereinander gewinnen konnte. Einen besseren Zeitpunkt hätte nicht geben können. Die Himmelblauen wiederum stehen nach dieser bitteren Niederlage mit einem Bein in der Regionalliga. Nur ein Wunder kann den CFC noch retten.

Mit einer Änderung ins sächsische Duell

Fußballlehrer Glöckner musste gegen den FSV Zwickau auf Philipp Hosiner verzichten. Der beste Torschütze der Himmelblauen sah beim Gastspiel gegen den KFC Uerdingen seine zehnte gelbe Karte. Wenngleich der Österreicher seit dem Re-Start weder ein Tor schoss noch eine Vorlage gab, ist und bleibt er ein wichtiger Faktor in der Offensive. Für ihn stand Langer in die Startformation. Geleitet wurde das vorgezogene Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt von FIFA-Schiedsrichter Daniel Siebert, der in dieser Saison nicht nur in den ersten drei deutschen Liga im Einsatz war, sondern auch auf internationaler Bühne. So pfiff der gebürtige Berliner das Duell zwischen dem FC Brügge und Paris Saint Germain in der Gruppenphase der Champions-League.

Torloser, dafür spannender erster Durchgang

In der ersten Minute setzte Schröter - mit sieben Toren und zehn Vorlagen Top-Scorer des FSV - von der Mittellinie einen ersten Sturmlauf an, seine Flanke konnte allerdings Huth nicht verwerten. Zwickau nahm sofort den Kampf an und ging angriffslustig zu Werke, jedoch fehlte die Präzision, vor allem bei Freistößen und Flanken. In der 21. Minute hatte der CFC mit Garcia den ersten Annäherungsversuch. Sein Volleyschuss ging aber weit über den Kasten von Brinkies. In der 34. Minute war wieder der starke Schröter Initiator der größten Chance für die Gastgeber. Er setzte Wegkamp mustergültig in Szene, nur schob der Stürmer den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Vier Minuten später segelte ein butterweicher Tallig-Freistoß an den Außenpsosten. Der CFC wurde agiler und kam nach Garcia-Flanke zu einem Lattenkopfball von Bozic.

Huth köpft, Itter kontert

Die Platzbesitzer kamen besser aus der Kabine und in der 50. Minute zur Führung. Cosku trat wie schon gegen Braunschweig als Vorlagengeber in Erscheinung und bereitete erneut einen Huth-Treffer vor. Für den vom 1. FC Kaiserslautern ausgeliehenen Stürmer, welcher vom FCK aus der Pfalz die Erlaubnis erhielt, auch bei den letzten zwei FSV-Spielen mitzuwirken, war es das 14. Saisontor. Glöckner reagierte und brachte Sturm für Tallig, bereits zur Pause kam Milde für Sirigu in die Partie. Der CFC wurde druckvoller, während der FSV aus einer kompakten Defenisve auf Konter lauerte. Und dann fasste sich auf einmal Itter ein Herz und hämmerte aus 23 Meter den Ball zum 1:1 in die Maschen. Für den Außenverteidiger war es das erste Saisontor. Die Himmelblauen witterten Abendluft und Siegeschancen, ein schönen Schuss von Garcia parierte Brinkies. Wenige Sekunden später wäre er bei dem Seitfallzieher von Garcia chancenlos gewesen.

Könnecke hat das letzte Wort vor dem Saisonfinale

Wie ungerecht Fußball sein kam, bekamen die CFC-Kicker in der 84. Minute bitterböse zu spüren. Der eingewechselte Könnecke traf nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Viteritti in der 84. Minute via Flachschuss. Vom Innenpfosten kullerte der Ball zum 2:1 über die Linie. Die himmelblaue Schlussoffensive blieb - auch mit einem stürmenden Jakubov - ohne Erfolg. Langer holte sich zudem wegen Meckers in der Nachspielzeit unnötigerweise seine zehnte gelbe Karte ab und fehlt damit am letzten Spieltag gegen den FC Hansa Rostock - und die Konstellation zum Saisonfinale ist schnell erzählt: Der CFC muss das Spiel gegen die noch mit dem Relegationsplatz liebäugelnden Hanseaten gewinnen und auf eine gleichzeitige Niederlage des FSV Zwickau beim SV Waldhof Mannheim hoffen. Mit einem Unentschieden hält Zwickau die Klasse, während der CFC geht in die Regionalliga absteigen würde.