Chefcoach Duda will seine Spieler nicht an der Bushaltestelle sehen

Chemnitzer FC schwitzt im Trainingslager in Österreich

Aigen-Schlägl / Chemnitz

Das Dreiländereck zwischen Linz in Österreich, dem deutschen Passau und dem Lipno-Stausee in Tschechien ist ein sehr schönes Fleckchen Erde. Die Mittelgebirgslandschaft zieht jährlich reichlich Touristen, aber auch Sportler an. Aktuell gehört auch der Kader des Chemnitzer FC dazu.

Der Fußball-Regionalligist stimmt sich in Aigen-Schlägl in Österreich, einem reichlich 4000 Einwohner zählenden Ort am Böhmerwald, auf die bevorstehende Vorbereitungsphase ein. Dabei ist der Tross im Aigo-Hotel untergebracht. Dort hatten die Himmelblauen bereits im Sommer 2015 ein Camp bezogen.

Neuer Keeper ist bester Golfer

Den Auftakt bildete am Montag ein Fußball-Golf-Turnier. Der neue Stammkeeper David Richter lochte dabei am effektivsten ein und wurde Sieger. Der Dienstag begann mit einer knapp zweistündigen Einheit auf dem Rasen des kleinen örtlichen Stadions. Chefcoach Benjamin Duda spulte mit seinem Trainerteam ein anspruchsvolles Programm ab.

Auch wenn die Sonne dabei ordentlich vom Himmel strahlte und dadurch für hochsommerliche Temperaturen sorgte, ging es bei verschiedenen Tests und unterschiedlichen Spielformen richtig zur Sache.

„Ihr sollt nicht wie an der Bushaltestelle warten, sondern die Intensität erhöhen“, lautete eine der klaren Ansagen von Duda. Während des abschließenden kleinen internen Turniers machten alle Kicker auf dem Rasen klar, nicht verlieren zu wollen.

Sportdirektor spricht von Privileg

Der Chemnitzer Sportdirektor erklärte, warum die Reise in die Alpenrepublik durchgeführt wird. „Wenn wir hier im Sommer als Regionalligist arbeiten können, ist das ein großes Privileg.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Wir haben zehn neue Spieler verpflichtet, die integriert werden müssen. Dazu kommt, dass wir alle Führungsspieler abgegeben haben und sich eine neue Hierarchie bilden muss“, so Chris Löwe.

Dafür gebe es hier die besten Bedingungen. „Alle sind 24 Stunden am Tag zusammen und können sich nicht aus dem Weg gehen“, macht der ehemalige Profi deutlich.

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