Chemnitz: erfolgreiche Operation am Hörsystem

Medizin Implantation bisher erst 60 Mal erfolgreich in Europa

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Foto: Dr. Heinz Linke/Getty Images

Der Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie und Ärztliche Direktor am Klinikum Chemnitz, Professor Jens Oeken hat erstmals ein vollständig implantierbares Hörsystem eingesetzt. In einer dreistündigen Operation gelang der komplizierte Eingriff. Die Patientin, eine pensionierte Chemnitzerin, sei nach der OP wohlauf.

Eine neue Alternative zum konventionellen Hörgerät

"Diese Implantation ist erst an rund 60 Patienten in Europa erfolgreich vorgenommen worden, in Sachsen bislang nur wenige Male in Dresden an der Universitätsklinik", so Pressesprecher Arndt Hellmann. "Das neuartige Mittelohrimplantat kann für viele Patienten mit sensorineuraler und kombinierter Schwerhörigkeit, die ein konventionelles Hörgerät aus medizinischen Gründen nicht tragen können, endlich wieder bestes Hören und Verstehen bedeuten", so Professor Jens Oeken.

Das Mittelohrimplantat nehme das Signal über ein unter der Haut liegendes Mikrofon auf und sendet es an einen Prozessor weiter. Dieser verarbeite den Ton und übertrage ihn an das Mikroantriebssystem des Implantats, das fest im Schädelknochen verankert ist.