Chemnitz im Rennen

Kulturhauptstadt Sieben Bewerber

chemnitz-im-rennen
Industriekultur gegen Barock: Dresden ist ein schwerer Gegner für Chemnitz. Fotografik: Christian Mathea/hfn

Die hessische Stadt Kassel ist sehr wahrscheinlich aus dem Rennen um die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2025. Der dortige Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) hat dem Stadtparlament aufgrund der hohen Kosten und anderer Kulturprojekte wie der Documenta empfohlen, von einer weiteren Bewerbung um den Titel abzusehen. Zwar müssen die Parlamentarier der hessischen Stadt noch abstimmen, doch gilt es als wahrscheinlich, dass das Stadtparlament der Empfehlung der Rathausspitze folgt. Ein Grund dafür: In Kassel ist dieses Mal keine Aufbruchstimmung wie bei der gescheiterten Bewerbung als Kulturhauptstadt 2010 spürbar, schreibt die dortige Presse.

Chemnitz als Mitstreiter um die Austragung des Europäischen Kulturfestivals

Nun sind noch weitere sieben Städte im Rennen um die Austragung des Europäischen Kulturfestivals. Neben Chemnitz sind das Dresden, Nürnberg, Magdeburg, Hildesheim, Hannover und Koblenz. Für die Zusammenstellung der Bewerbung, die im September 2019 eingereicht werden muss, hat Chemnitz 1,2 Millionen Euro vorgesehen.

Kulturbotschaftler als Bindeglied zur Bevölkerung

Die Stadt setzt bei ihrer Bewerbung auf fünf Kulturbotschafter als Repräsentanten und als Verbindung zur Chemnitzer Bevölkerung. Die Botschafter sollen Ideen von Bürgern sammeln und Konzepte des Programmrates mit den Menschen vor Ort diskutieren. Außerdem will Chemnitz die kleinen und mittelgroßen Städte in der Region mit einbeziehen. Der für die Bewerbung zuständige Kulturmanagern Ferenc Csák besuchte dafür in den vergangenen Wochen zahlreiche Bürgermeister in Mittel- und Westsachsen und traf dort größtenteils auf offene Ohren für eine Zusammenarbeit mit dem großen Ziel: ein lebendiges Kulturfest, das Gäste aus ganz Europa in die Region zieht.