Chemnitz in Europa noch sichtbarer machen

Kulturhauptstadt Grundlegende Inhalte zur Bewerbung stehen fest

Der Chemnitzer Stadtrat wird Anfang März über die grundlegenden Inhalte für die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 beraten. Am heutigen Donnerstag stellten Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Projektleiter Ferenc Csàk die Beschlussvorlage vorab vor. Das 40-seitige Papier gibt unter anderem Antworten auf die Frage, warum Chemnitz sich an dem Wettbewerb beteiligt und welches Budget die Stadt in den nächsten Jahren für den Bereiche Kultur einplant. Bis Ende August soll die Bewerbung schriftlich an die Geschäftsstelle der Kulturstiftung der Länder eingereicht werden.

Bewerbung ist "einmalige Chance zur Stärkung des Selbstwertgefühls"

Aus Sicht der Oberbürgermeisterin sei die Bewerbung zur Kulturhauptstadt nicht nur wichtig, um die Stadt Chemnitz auf der Landkarte Europas noch sichtbarer zu machen. "Sie ist auch eine einmalige Chance, um das Selbstwertgefühl der Chemnitzer Bürger zu stärken", sagte sie. Und alle, die heute dem Projekt Kulturhauptstadt 2025 noch skeptisch gegenüber stehen, würden sehen, "welcher unglaubliche Schub damit verbunden ist", so Ludwig weiter. Projektleiter Ferenc Csàk ergänzte, dass auch immer wieder darauf hingewiesen werden müsste, dass es sich nicht um die Bewerbung zu einer Kunst- sondern einer Kulturhauptstadt handle.

Konkurrenten kommen auch aus Sachsen

Am 6. Februar wird sich Chemnitz, neben Dresden und Zittau, die sich ebenfalls um den Titel Kulturhauptstadt 2025 bewerben, beim Neujahrsempfang der Sächsischen Staatsregierung in Brüssel präsentieren. Nach einer Rede der Oberbürgermeisterin sei eine Art Bingo-Spiel mit dem Künstler Jan Kummer vor Ort geplant. Anschließend stehe ein Auftritt der Chemnitzer Band Blond - bestehend aus den zwei Kraftklub-Schwestern Nina und Lotta Kummer und dem blinden Multiinstrumentalist Johann Bonitz - auf dem Programm.

Am Samstag findet im Weltecho eine Kulturhauptstadt-Party statt. Zwei DJs aus den aktuellen Kulturhauptstädten Europas wollen Auskunft darüber geben, wie sie ihre Heimatstädte in den letzten Jahren und nun im Kulturhauptstadtjahr erleben. Beginn ist 20.25 Uhr.