Chemnitz in Europa noch sichtbarer machen

Kulturhauptstadt Grundlegende Inhalte zur Bewerbung stehen fest

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Das Chemnitzer Karl-Marx-Monument. Foto: Thomas Schmotz

Der Chemnitzer Stadtrat wird Anfang März über die grundlegenden Inhalte für die Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 beraten. Am Donnerstag stellten Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Projektleiter Ferenc Csàk die Beschlussvorlage vorab vor. Das 40-seitige Papier gibt unter anderem Antworten auf die Frage, warum Chemnitz sich überhaupt an dem Wettbewerb beteiligt und welches Budget damit verbunden ist - insgesamt 90 Millionen Euro stehen dabei zu Buche, wobei der städtische Anteil gut 30 Millionen beträgt.

Ludwig: Bewerbung ist einmalige Chance

Bis Ende September muss Chemnitz bei der Kulturstiftung der Länder ein Bewerbungsbuch, das sogenannte Bidbook abgeben, das Antworten auf einen vorgegebenen Fragenkatalog gibt. Unter anderem will Chemnitz unter dem Motto "AUFbrüche. Opening minds, creating spaces" im Bidbook darstellen, dass die Stadt in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Brüche und Widersprüche, anschließend wieder Aufbrüche erlebt hat. Auch die Organisationsstruktur im Falle des Titelgewinns ist vorzustellen, wobei Chemnitz eine gGmbH favorisiert. Aus Sicht der Oberbürgermeisterin sei die Bewerbung zur Kulturhauptstadt nicht nur wichtig, um die Stadt Chemnitz auf der Landkarte Europas noch sichtbarer zu machen. "Sie ist auch eine einmalige Chance, um das Selbstwertgefühl der Chemnitzer Bürger zu stärken", sagte sie.

Und alle, die heute dem Projekt Kulturhauptstadt 2025 noch skeptisch gegenüber stehen, würden sehen, welcher unglaubliche Schub damit verbunden ist, so Ludwig weiter. "Das Ganze bringt uns wesentlich mehr, als es kostet", sagte sie. Projektleiter Ferenc Csàk ergänzte, dass auch immer wieder darauf hingewiesen werden müsste, dass es sich nicht um die Bewerbung zu einer Kunst- sondern einer Kulturhauptstadt handle. Am 6. Februar wird sich Chemnitz, neben Dresden und Zittau, die sich ebenfalls um den Titel Kulturhauptstadt 2025 bewerben, beim Neujahrsempfang der Sächsischen Staatsregierung in Brüssel präsentieren. Nach einer Rede der Oberbürgermeisterin sei eine Art Bingo-Spiel mit dem Künstler Jan Kummer vor Ort geplant. Anschließend stehe ein Auftritt der Chemnitzer Band Blond - bestehend aus den zwei Kraftklub-Schwestern Nina und Lotta Kummer und dem blinden Multiinstrumentalist Johann Bonitz - auf dem Programm.