Chemnitz ist eine Fairtrade-Town

Initiative Es ist erst der Startschuss

Chemnitz kann sich künftig Fairtrade-Town nennen. Im Sommer 2017 hatte der Stadtrat beschlossen, gezielt den Fairen Handel auf kommunaler Ebene zu stärken. Dazu wurde eine Lenkungsgruppe ins Leben gerufen, die sich darum kümmerte, die Kriterien, die eine Fairtrade-Town erfüllen muss, für Chemnitz umzusetzen. In Abhängigkeit von der Einwohnerzahl benötigt Chemnitz zum Beispiel 35 Einzelhandelsgeschäfte und 18 Gastronomieeinrichtungen, die mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment führen.

 

Es ist ein Startschuss

All das ist in den letzten zwei Jahren passiert, so dass der Kölner Verein Transfair der Chemnitzer Lenkungsgruppe kürzlich bestätigte: Chemnitz darf sich Fairtrade-Town nennen. "Für uns ist das vielmehr ein Startschuss als ein Ergebnis", sagt Kristin Furtenbacher, Grünen-Stadträtin und Mitglied der Lenkungsgruppe. Sie freue sich, dass die Stadt in punkto fairer Handel immer erfolgreicher werde. Aber es soll noch mehr passieren. Kristin Furtenbacher möchte sich zum Beispiel dafür einsetzen, dass in der Stadt mit fair gehandelten Sportbälle gespielt wird. "Herkömmliche Bälle werden oft durch Kinderarbeit produziert", klärt sie auf. Auch der Punkt Arbeitsbekleidung sei ihr ein Anliegen. Hier kann die Stadträtin von einem weiteren Erfolgserlebnis berichten: Der Abfall- und Stadtreinigungsbetrieb ASR bezieht seit Kurzem faire Arbeitsbekleidung. "Solche Aktionen zeigen - fair geht. Und es soll weitergehen", so Furtenbacher.